"Die CDU als führende Kraft"

Interview mit dem im Amt bestätigten Fuldaer CDU-Kreisvorsitzenden Markus Meysner

Fulda - Ungewöhnliche Zeiten erfordern mitunter außergewöhnliche Verhaltensweisen: Wegen der Auflagen im Zuge der Corona-Pandemie hielt der CDU-Kreisverband Fulda seinen Parteitag am vergangenen Sonntag in der Halle von „Getränke Heurich“ in Petersberg ab. Landtagsabgeordneter Markus Meysner, Vorsitzender der Kreis-CDU, wurde für weitere zwei Jahre bestätigt. „Fulda aktuell“ stand er für ein Interview zur Verfügung.

FULDA AKTUELL: Wie bewerten Sie Ihr Wiederwahl-Ergebnis von 89 Prozent?

MARKUS MEYSNER: Ich freue mich sehr über die 89 Prozent. Zeigt es doch, dass wir im Team der Kreis-CDU, mit mir als Vorsitzenden, in den letzten zwei Jahren eine gute Arbeit gemacht haben. Es ist aber gleichzeitig eine Herausforderung, auch in den nächsten zwei Jahren engagiert und vor allem mit den Mitgliedern erfolgreich weiter zu machen.

FA: Wo steht Ihrer Ansicht nach der CDU-Kreisverband Fulda?

MEYSNER: Wir sind immer noch der mitgliederstärkste Kreisverband in Hessen und eine erfolgreiche und innovative Region. Trotzdem haben auch wir auch zu viele Mitglieder in den letzten Jahren verloren. Wir nehmen mit der Stadt und dem Kreis Fulda in fast allen Themen Spitzenpositionen ein. Die Zusammenarbeit, das „Ineinandergreifen der Zahnräder“ der verschiedenen Funktionsträger, auf den unterschiedlichen Ebenen, funktioniert bei uns vorbildlich. Wenn wir es schaffen, den Bürgerinnen und Bürgern zu verdeutlichen, dass es die CDU in den letzten 70 Jahren war, die unsere Heimat zu dem gemacht hat, was sie heute ist und die CDU nicht nur bereit sondern auch in der Lage ist, erfolgreich weiter zu machen, dann bleibt unsere Heimat auch weiterhin Spitze in Hessen und unsere CDU die führende Kraft.

FA: Welche Aufgaben/Herausforderungen stehen in den kommenden zwei Jahren an?

MEYSNER: Die Herausforderung wird darin bestehen, uns von den anderen Parteien klar abzugrenzen. Den Bürgerinnen und Bürgern deutlich zu machen, dass wir, die CDU, in den letzten Jahrzehnten unsere Heimat zu der erfolgreichen, prosperierenden Region gemacht hat, die sie heute ist. Und wir müssen überzeugen, dass wir, im Vergleich zu den anderen Parteien, auch in der Lage sind, unsere Region positiv und erfolgreich weiterzuentwickeln. Wir müssen weiterhin deutlich machen, dass wir jedes Mitglied brauchen. Die Austritte aufgrund von Unzufriedenheit mit der Bundes- beziehungsweise Landespolitik, treffen uns vor Ort doch am meisten. Nicht nur finanziell, sondern auch in der persönlichen Unterstützung. Einer unserer Grundpfeiler ist die große Zahl an Mitgliedern. Eine Stärke, die beeindruckt und uns eine ganz andere Diskussionsgrundlage in verschiedenen Themenbereichen beschert. Deshalb müssen wir weitere Unterstützer finden, die uns, die Funktions- und Mandatsträger tragen und unsere Stärke auch nach außen deutlich machen.

FA: Inwieweit beeinträchtigt die aktuelle Coronakrise die kommunalpolitische Arbeit vor Ort?

MEYSNER: Im normalen Tagesgeschäft hat es sich eigentlich gut eingespielt und funktioniert recht gut. Leider mussten wir in diesem Jahr einige Veranstaltungen ausfallen lassen oder verschieben, sodass wir nach außen weniger sichtbar waren. Schwierig wird es auch bei Großveranstaltungen und Wahlkämpfen, hier werden wir auch neue Wege gehen müssen. Der letzte Parteitag bei der Firma Heurich hat gezeigt, dass wir auch über den Tellerrand denken müssen, es dann aber auch Möglichkeiten gibt. Ebenso sind wir an der Planung des Kommunalwahlkampfes, den wir auch an die „Corona-Bedingungen“ anpassen müssen. Unsere Probleme als Partei verblassen aber vor den großen Herausforderungen, denen sich viele Unternehmer, aber auch Privatpersonen, derzeit stellen müssen. Ihnen, aller nötigen Einschränkungen zum Trotz, möglichst gute Bedingungen zu bieten, ist derzeit eines der wichtigsten Anliegen meiner Partei.

FA: Ist Friedrich Merz immer noch der Wunschkandidat des CDU-Kreisverbandes Fulda für das Amt des CDU-Bundesvorsitzenden/des Bundeskanzlers?

MEYSNER: Es gab damals einen Beschluss, Friedrich Merz als Kandidat für den Bundesvorsitz für die Wahl in 2018 vorzuschlagen. Zur nächsten Wahl hat sich der Kreisvorstand noch nicht beraten beziehungsweise hat noch nichts beschlossen.

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