Interview mit Kabarettist Ingmar Stadelmann

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Kabarettist Ingmar Stadelmann im Interview.

Interview mit Kabarettist Ingmar Stadelmann

Fulda. Der mit dem „Deutschen Comedypreis“ ausgezeichnete Kabarettist Ingmar Stadelmann tourt derzeit mit seinem Programm „humorphob“ durch Deutschland und tritt am 20. April im „Kulturkeller“ in Fulda auf. Er schafft es in seiner bissigen Art, die Grenzen zwischen Kabarett und Comedy aufzulösen. Mal wundert er sich über alltägliche Beobachtungen beim Menschen, mal ist die aktuelle Politik sein Ziel. „Fulda aktuell“ stand er für ein kurzes Interview zur Verfügung:

FA: Wie sind Sie zur Comedy gekommen?

Das ist glaube ich ein bisschen wie mit dem Malen oder Gitarre spielen: Irgendwann hat man das Gefühl, man müsste das mal ausprobieren und stellt fest: Ich kann mich so ganz prima ausdrücken. So ist das bei mir auch entstanden.

 FA: Gibt es Vorbilder, an denen Sie sich orientieren?

Nicht wirklich. Früher habe ich viel Harald Schmidt konsumiert, mittlerweile eher den englischen Komiker Ricky Gervais. Aber eine „Vorbild-Funktion“ im engeren Sinne ist das jetzt nicht. Eher ein gucken wie gut man sein kann und das es tatsächlich keine Grenzen gibt beim Thema Humor. Es geht immer nur um das Wie.

FA: Was bedeutet Ihnen der Kontakt zum Publikum?

Der Kontakt bedeutet in erster Linie Arbeit. Aber Arbeit die man gerne macht. Live ist immer noch die spannendste Form der Unterhaltung und wenn sie dann, so wie ich das eben tue, nicht nur die ganze Zeit bestätigen, was die Menschen im Raum denken, dann wird das nochmal aufregender. Ich liebe es!

FA: Was können die Zuschauer von Ihrem neuen Programm erwarten?

So eine Art Pointen-Ping-Pong! Wir legen jede Angst vor der falschen Pointe ab und lachen uns gemeinsam befreit durchs hier und jetzt. Ignorierend das die Realität aktuell der größte Gag überhaupt ist.

FA: Was möchten Sie mit „humorphob" ausdrücken?

Den Begriff habe ich zusammen mit einem Kumpel nach dem Anschlag auf die Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ erfunden. Er bezeichnet die Angst vor Humor. Wenn Menschen vor Witzen so viel Angst haben, dass sie die Witzemacher erschießen, wird es halt schwierig. Die Frage am Ende lautet: Ist die Grundanlage dafür nur bei irgendwelchen radikalen Fundamentalisten zu finden oder haben wir nicht alle schon mal den Satz gesagt „Da hört der Spaß auf!?“

FA: Waren Sie schon einmal in Fulda?

Ich kenne das alte Rathaus ganz gut! Da habe ich mal eine sehr attraktive Frau geküsst. Sowas merkt man sich.

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