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Ist eine Hochzeit am 22.2.22 eine gute Idee?

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Von: Christopher Göbel

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Im Februar sind zwei Termine besonders beliebt: Am 2.2.22 und am 22.2.22 möchten sich viele Paare das Ja-Wort geben.
Im Februar sind zwei Termine besonders beliebt: Am 2.2.22 und am 22.2.22 möchten sich viele Paare das Ja-Wort geben. © Pixabay

Ob die Liebe länger hält, wenn man an einem Schnapszahl-Datum „Ja“ sagt

Ob die Liebe länger hält, wenn man an einem Schnapszahl-Datum „Ja“ sagt

Von Christopher Göbel

Osthessen. Heiraten ist immer im Trend – auch in Zeiten von Corona. Besonders beliebt sind in diesem Jahr die Daten 2.2.2022 und 22.2.2022, obwohl sie ein Mittwoch und ein Dienstag sind. Üblicherweise ist laut dem Statistikportal statista.com der Mai der beliebteste Monat zum Heiraten, aber auch bis in den August sind Eheschließungen sehr beliebt.

Acht Trauungen in Fulda

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte die Stadt Fulda mit, dass am 22. Februar acht Eheschließungen im Stadtschloss geplant sind. Am 2. Februar sind es zwei. In Lauterbach sind für den 2. Februar eine, für den 22. Februar zwei Trauungen angemeldet. In Schlitz ist lediglich für den 22. Februar eine Trauung angemeldet, in Hünfeld sind es zwei an diesem Tag.

Im Jahr 2020 heirateten laut statista.com 373.319 Paare in Deutschland. Das Durchschnittsalter von Braut und Bräutigam erreichte seinen bisherigen Höchstwert im Jahr 2019 mit 32,2 Jahren bei den Bräuten und 34,7 Jahren bei den Herren.

Der Valentinstag ist statistisch übrigens kein guter Tag zum Heiraten. Denn obwohl er der „Tag der Liebe ist“, liegt die Wahrscheinlichkeit einer späteren Scheidung bei diesem Hochzeitsdatum 28-mal höher als an anderen Hochzeitstagen. Bei Hochzeiten an Schnapszahl-Daten ist laut Statistik die spätere Scheidungswahrscheinlichkeit sogar 30-mal höher.

In Hessen gelten derzeit bestimmte Corona-Regeln, die auch Familienfeiern wie Hochzeiten betreffen. Die Trauung selbst im Standesamt unterliegt keinen Beschränkungen, wohl aber die sich normalerweise anschließende Feier. Was kirchliche Trauungen betrifft, so liegt es im Ermessen der jeweiligen Gemeinde, welche Coronaregeln dort gelten. Zumeist ist es bei Gottesdiensten in der Region 2G (also geimpft oder genesen) oder auch 3G (geimpft, genesen oder getestet).

Die Hochzeitsfeier allerdings wird wie eine Veranstaltung gewertet. Kommen insgesamt mehr als zehn Personen zusammen, müssen laut der Landesverordnung alle Teilnehmenden geimpft oder genesen sein. „Bei mehr als 100 Personen müssen diese darüber hinaus einen negativen Testnachweis vorlegen. Bei der Berechnung werden auch Kinder unter sechs Jahren mitgezählt, sie müssen jedoch selbst keinen Negativnachweis vorlegen. Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmenden sind nicht zulässig“, heißt es in der Verordnung.

Allerdings: „Private Feiern (in Veranstaltungsräumen) außerhalb der eigenen Wohnung sind nur entsprechend der Kontaktregeln zulässig. Das heißt, es dürfen sich höchstens zehn geimpfte oder genesene Personen treffen. Eine nicht immunisierte Person, darf sich (neben den Angehörigen des eigenen Haushaltes) mit maximal zwei Personen eines weiteren Haushaltes treffen. Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen“, so die Verordnung.

Das lässt eine ausgelassene Feier kaum möglich erscheinen. Im Freien zu feiern wäre eine Alternative. Dort müssen erst ab 100 Personen alle Teilnehmer und Gäste die geimpft oder genesen sein. Im Februar eine Hochzeitsfeier im Freien dürfte aber für die meisten Paare bei den in Osthessen üblicherweise herrschenden Wetterverhältnissen kaum infrage kommen.

Die Stadt Fulda hat auf ihrer Internetseite unter www.fulda.de/buergerservice/standesamt/eheschliessung.html genau aufgeführt, welche Regelungen dort gelten. In allen Trausälen (Schlosskapelle, Dalbergsaal, Grünes Zimmer und Rokkokosaal) sind maximal elf Personen zugelassen, also das Brautpaar, der oder die Standesbeamte und acht Gäste, zu denen aus Babys und Kinder, Fotograf, Trauzeugen oder gegebenenfalls ein Dolmetscher zählen. Es gilt Maskenpflicht im Stadtschloss und die 3G-Regelung (geimpft, genesen oder getestet“.

Je nach der aktuellen Corona-Lage können die Regelungen in allen Standesämtern abweichen. Es empfiehlt sich, sich immer aktuell bei den jeweiligen Standesämtern zu informieren, welche Regeln am Tag der geplanten Eheschließung gelten.

Was die Hochzeitsfeier betrifft, so ist ein ausgelassenes Feiern in größerer Runde derzeit kaum möglich. Manchen Paare werden zwar am 2. oder 22. Februar standesamtlich heiraten, die Feier aber in den Sommer verschieben.

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