Junger Autor schrieb Fantasy-Roman: Was ist denn eigentlich Argischlei?

Junger Meister des Wortes: Der zehnjährige Jacob Hack aus Mittelkalbach hat mit „Meister des Lichts – In den Fängen der Dunkelheit“ sein erstes Buch geschrieben.
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Junger Meister des Wortes: Der zehnjährige Jacob Hack aus Mittelkalbach hat mit „Meister des Lichts – In den Fängen der Dunkelheit“ sein erstes Buch geschrieben.

Jacob Hack (10) aus Mittelkalbach hat seinen ersten Roman veröffentlicht.

Kalbach „Meister des Lichts – In den Fängen der Dunkelheit“ heißt das Erstlingswerk des zehn Jahre alten Jacob Hack aus Mittelkalbach. Dort lebt er mit seinen Eltern Judith und Christoph und seiner Schwester Lilli.

„Eigentlich wollte ich Filmregisseur werden. Dazu habe ich mir ein Drehbuch ausgedacht, was ich verfilmen wollte, wenn ich erwachsen bin“, sagt Jacob. Doch sein Vater brachte ihn dann auf die Idee, die Geschichte aufzuschreiben. Herausgekommen ist eine spannende Fantasy-Story, die die typischen Merkmale dieses Genres aufweist: Übernatürliche Kräfte des Protagonisten, wilde Bestien, intrigante Menschen und nicht zuletzt auch Freundschaft, Zusammenhalt und der Sieg über das Böse.

Das knapp 80-seitige Buch ist sehr atmosphärisch geschrieben und der Leser kann sich gut in die vom jungen Autoren geschaffenen Szenerien hineinversetzen. „Zu der Geschichte haben mich Bücher inspiriert, die ich selbst gelesen habe, beispielsweise die Bände von ,Beast Quest‘“, erzählt Jacob. Er habe viele Ideen für seine Handlung im Kopf gehabt, und während des Schreibens seien immer weitere dazugekommen. „Diese habe ich dann in den 20 Kapiteln verarbeitet.“

Die handelnden Figuren haben teilweise sehr außergewöhnliche Namen wie Seiluwi, Sesplit oder Solo, aber auch ganz alltägliche wie der Held Simon, Leonard und Herbert. „Die Namen habe ich mir einfach so ausgedacht“, sagt der Zehnjährige. Einige Sätze sind in einer von Jacob selbst erfundenen Sprache geschrieben, was ein wenig an J.R.R. Tolkien und sein Elbisch in „Der Herr der Ringe“ erinnert. „Ich habe schon früher mit einer eigenen Sprache experimentiert“, so Jacob. Seine Sprache heiße „Argischlei“. Der Sinn der Worte ist in „Meister des Lichts“ aber dennoch für alle Leser zu verstehen.

Im ersten Band illustrieren künstlerisch verfremdete Fotos die einzelnen Kapitel. „Einige dieser Bilder hat meine Mama zum Beispiel auf Ausflügen fotografiert. Andere haben wir extra für die Kapitel nachgestellt und fotografiert“. Mutter Judith hat die Bilder am Computer verfremdet.

Etwa sechs Monate schrieb Jacob (inklusive Pausen) an seinem Buch – lieber am Computer als mit der Hand. „Das ist für mich nicht so anstrengend“, sagt er. Wenn er mal keine Lust zum Schreiben hatte oder aufgrund des Asperger-Syndroms nicht konnte, unterstützen ihn Lilli und seine Eltern, denen er seine Gedanken diktieren konnte. „Meine Mutter hat Korrekturgelesen und geschaut, dass die Geschichte rund wurde“, erzählt der junge Autor.

Spannende Geschichte

Eine spezielle Botschaft möchte Jacob mit seinem Buch nicht vermitteln. „Mein Ziel war eine spannende und professionelle Geschichte“, sagt er. Und sein Berufswunsch steht auch fest: Er möchte Schriftsteller werden. Den Grundstein hat Jacob mit „Meister des Lichts – In den Fängen der Dunkelheit“ bereits gelegt. Eine Fortsetzung, die den Untertitel „Krieg der Welten“ tragen wird, ist bereits in Arbeit. „Ich bin sehr stolz darauf, dass mein Buch veröffentlicht wurde. Und ich hoffe, dass es viele Menschen lesen werden und es ihnen auch gefällt“, sagt der zehn Jahre alte Nachwuchs-Schriftsteller.

Wer Interesse an Jacobs Erstlingswerk hat, kann es über das „Verlagshaus Schlosser“ (www.schlosser-verlagshaus.de) und bei anderen Online-Buchhändlern für 9,90 Euro kaufen. Die ISBN-Nummer lautet 978-3-96200-550-4.

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