30 Jahre im gleichen Unternehmen: „Geh’ zum Oko, der macht das“

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Markus Fladung, bei den Kunden eher als „Oko“ bekannt, arbeitet seit 30 Jahren bei der „Siebert Unternehmensgruppe“ in Hünfeld.

Markus Fladung arbeitet seit 30 Jahren bei "Siebert" in Hünfeld. An einen Wechsel hat er in all den Jahren nie gedacht.

Hünfeld - Den „Oko“ kennt im Hünfelder Land eigentlich jeder. Zumindest diejenigen, die irgendwann einmal Holz brauchen. Denn „Oko“ alias Markus Fladung ist seit genau 30 Jahren Mitarbeiter bei der „Unternehmensgruppe Siebert“, genauer gesagt im „Siebert HolzLand“.

Mit 15 Jahren begann der heute 52-Jährige eine Schreinerlehre, ehe er zur Bundeswehr ging. Dort traf er einen Mann, der bereits bei „Siebert“ arbeitete. „Ich wusste recht schnell, dass ich im Verkauf besser aufgehoben bin als in der Schreinerei“, erzählt Fladung. Und so landete er am 27. August 1987 beim damaligen „Holz Siebert“ in Hünfeld. „Ich mag familiengeführte Unternehmen. Hier ist die persönliche Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber höher als in einem Industriebetrieb“, ist er sich sicher.

Nähe zu den Kunden

Seine Beschäftigung bei der Firma „Siebert“ begann noch unter dem Senior Winfried Siebert, bis der sich im Jahr 2002 aus der Firma zurückzog. Heute führt Tochter Dagmar Siebert die Geschäfte als Geschäftsführende Gesellschafterin. „Markus Fladungs Stärke ist seine Nähe zu den Kunden“, sagt sie. Fladung hat es zum Werbegesicht des Unternehmens gebracht, denn sein Konterfei ziert sogar Transporter des „HolzLandes“.

„Ich habe nie daran gedacht, den Arbeitgeber zu wechseln“, sagt der Jubilar mit voller Überzeugung. „Ich konnte selbst in schwierigen Lenesphasen immer auf die Firma zählen“, sagt der verheiratete Vater einer Tochter und eines Stiefsohnes. Mit seiner Familie lebt er in Nüsttal-Silges – ein weiterer Punkt, beruflich in Hünfeld zu bleiben. Kurze Wege von und zur Arbeit haben ihn davon abgehalten, in andere Betriebe im Rhein-Main-Gebiet oder Richtung Schlüchtern „abzuwandern“. „Es gab Angebote, aber ich habe stets abgelehnt.“

Familie und Fußball

Privat hat Markus Fladung eigentlich nur zwei Hobbys: Familie und Fußball. 20 Jahre war er als Spieler oder Trainer von Jugend- und Seniorenmannschaften aktiv, aber „heute schaue ich nur noch zu“, sagt er. Bei „HolzLand Siebert“ legt Fladung Wert auf eine wirklich gute Beratung der Kunden. „Wenn es um Holz geht, hilft mir natürlich auch meine abgeschlossene Schreinerlehre“, sagt der 52-Jährige. Das Berufsbild sei zwar vielfältiger geworden und das Verkaufen schwieriger, aber er sieht sich als „Verkäufer der alten Schule“. „Bei uns kann der Kunde die Ware anfassen und hat einen Ansprechpartner vor Ort“, sagt Fladung in Richtung Internethandel.

Ein ganzer Zug voller Holz nach Russland

Wenn er sich an die vergangenen drei Jahrzehnte zurück erinnert, dann sind ihm unter anderem Nächte in der Firma in Erinnerung, in denen Ausstellungen aufgebaut wurden. „Aber das war zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer immer ein wirkliches Geben und Nehmen“, erzählt er. Ein Erlebnis der besonderen Art war einmal der Verkauf eines ganzen Zuges voller Paneele nach Russland. „Verpackung, Abwicklung und Verladung waren sehr abenteuerlich“, sagt er schmunzelnd.

In seinem Job ist Markus Fladung nicht nur Verkäufer, sondern auch „Seelenberater“, wie er sagt. Einige seiner Kunden seien alleinstehend, und beim Verkauf von Material für Haus und Garten hört der Jubilar, der auch im Außendienst beim Kunden vor Ort unterwegs ist, die ein oder andere Lebensgeschichte. „Aber das macht die zwischenmenschlichen Verhältnisse zwischen Kunde und Verkäufer aus“, sagt er.

Dass es Kunden gibt, die mit seiner Firma und seiner Arbeit zufrieden sind, merkt Fladung an einer ganz bestimmten Tatsache: „Wenn Väter, die ich damals beraten habe, heute ihre Söhne zu uns schicken und sagen: ,Geh’ zum Oko, der macht das’, dann habe ich nicht viel falsch gemacht“, sagt er lachend und man merkt, dass er für seinen Job lebt und ihn mit Herzblut ausübt.

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