30 Jahre Telefonseelsorge

Fulda. Die Telefonseelsorge Fulda blickt auf dreiig Jahre erfolgreiche Arbeit zurck. Aus diesem Anlass findet am Freitag, 3. September, u

Fulda. Die Telefonseelsorge Fulda blickt auf dreiig Jahre erfolgreiche Arbeit zurck. Aus diesem Anlass findet am Freitag, 3. September, um 17 Uhr in der Fuldaer Christuskirche ein kumenischer Festgottesdienst mit dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Martin Hein, und Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez statt, die jeweils eine Ansprache halten. Daran schliet sich ein Festempfang an, in dessen Verlauf es Gruworte, einen lebendigen historischen Rckblick und Kabarett geben wird. Die Festveranstaltung steht laut Pfarrerin Dagmar Ehrhardt, der Leiterin der Telefonseelsorge, unter dem Motto Wir bleiben dran". Die Telefonseelsorge ist ursprnglich eine Einrichtung des Evangelischen Kirchenkreises Fulda. Seit 1992 erfolgt die Arbeit in Kooperation mit der katholischen Kirche. Einen eigenen Frderverein hat die Telefonseelsorge seit 2008.

Seit nunmehr drei Jahrzehnten wird die Telefonseelsorge Fulda Tag und Nacht von Menschen in Not in Anspruch genommen. Bei der anonym arbeitenden Einrichtung werden Menschen mit sensiblen, offenen und vorurteilsfreien Ohren" bentigt, wie es im Jahresbericht 2009 heit. Denn nur so ist z.B. Prvention gegen Suizidversuche mglich. Auf die anspruchsvolle ehrenamtliche Aufgabe bereiten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem einjhrigen Ausbildungskurs mit den Schwerpunkten Biografiearbeit", Selbsterfahrung" Gesprchsfhrung mit Hospitationsphasen am Telefon" und Sachinformation" vor.

Die Telefonseelsorge setzt mit ihrer Seelsorge eine Kernkompetenz kirchlichen Handelns um und ist praktizierte christliche Nchstenliebe. Unzhlige Menschen haben in den vergangenen 30 Jahren den Mitarbeitern der Telefonseelsorge Fulda Einblicke in ihr Leben gegeben. 2010 sind dies 80 ehrenamtlich Ttige - 34 evangelische und 46 katholische Christen.

Wie aus dem letzten Jahresbericht hervorgeht, wurde die Telefonseelsorge Fulda allein 2009 insgesamt 20.622 mal angerufen. Dies zeigt, wie wichtig dieser Dienst am Telefon ist, der berwiegend von fachlich geschulten Ehrenamtlichen geleistet wird. Als erste Anlaufstelle verwandelt Telefonseelsorge Ferne in Nhe und schafft in entscheidenden Augenblicken Verbindungen von Mensch zu Mensch.

Der berwiegende Teil aller Anruferinnen und Anrufer sucht einen begrenzten Kontakt zur Telefonseelsorge. Sie wnschen sich in einer konkreten seelischen Krise eine Gesprchspartnerin, die ihnen zuhrt und mit ihnen unvoreingenommen, einfhlsam und verstndnisvoll ber ihre Schwierigkeiten spricht. Etwa 25 Prozent aller Anrufe gehen von Menschen aus, die mehrfach bei der Telefonseelsorge anrufen. Manche bentigen eine Begleitung ber mehrere Wochen (z. B. bei Trennung und Trauer). Einige dieser Anrufer melden sich ber sehr lange Zeit.

Ihr Wunsch und ihr Ziel ist es, sich ihre Lebenssituation leichter und ertrglicher zu machen. Die berwiegenden Themen am Telefon sind Beziehungsprobleme, psychische Probleme und Einsamkeit. Viele haben die Hoffnung verloren, dass sich ihre Lebenssituation grundlegend ndert. Und dennoch machen die Mitarbeiterinnen der Telefonseelsorge immer wieder die Erfahrung, dass auch solche Menschen nach einem lnger andauernden Kontakt wieder neuen Lebensmut finden knnen.

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