Humorvoll und musikalisch mitreißend: Jahresauftakt der "Sparkasse Fulda"

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Traditionelle Veranstaltung im Schlosstheater Fulda diesmal mit dem Referenten Christian Gansch und der Formation "Uwaga"

Fulda - Es gehört zur guten Tradition der „Sparkasse Fulda“, das neue Jahr mit einer Vortragsveranstaltung gebührend willkommen zu heißen. Deren Protagonist nicht unbedingt nüchterne Aussagen zum globalen Finanzwesen trifft, sondern zumeist auf heiter-lockere Art und Weise Tiefsinniges zum Besten gibt. So war für die 34. Folge von „Aktuelles zum Auftakt des neuen Jahres“ am Dienstagabend Christian Gansch ins „Schlosstheater Fulda“ eingeladen worden, der das Publikum mit Ausführungen zum Thema „Vom Solo zur Sinfonie – Wie man aus Vielfalt Einheit schafft“ ergötzte.

Vortrefflich umrahmt von „Uwaga“, einem Projekt von vier Solisten, die mit Klängen zwischen Klassik, Jazz, Balkanmusik und Pop verzauberten. Zu hören gab es unter anderem höchst eigenwillig interpretierte Werke von Bach, Mozart und Tschaikowski.

Der 57-jährige Gansch begründete mit seinem Buch „Vom Solo zur Sinfonie – Was Unternehmen von Orchestern lernen können" den Trend des so genannten „Orchester-Unternehmen-Transfers“ im deutschsprachigen Raum. Er zählt zu den gefragtesten Referenten im In- und Ausland. Das Fundament für seine Vorträge ist seine ungewöhnliche Biographie: Einerseits war Gansch als Dirigent internationaler Spitzenorchester erfolgreich, andererseits arbeitete er vierzehn Jahre in der Musikindustrie. In seiner Funktion als Produzent unter anderem für Claudio Abbado, Pierre Boulez, Lang Lang und Anna Netrebko agierte er bereichsübergreifend zwischen Produktion, Marketing, Vertrieb und Controlling. Seine Erfahrungen in der Musik- und Wirtschaftswelt bilden die Grundlage für seine Referate.

Untermalt von zahlreichen musikalischen Einspielungen (von Richard Wagner bis James Brown!) zeigte der Österreicher Parallelen zwischen der Orchestertätigkeit und dem Berufsleben auf, sprach von handwerklichem Können, gepaart mit Disziplin und Präzision und bezeichnete den Dirigenten als jemanden, der das komplexe Wechselspiel von einzelnen Akteuren koordinieren müsse. „Wir brauchen weniger Leitbilder als vielmehr Vorbilder, die - altmodisch betrachtet - mit Leib und Seele bei einer Aufgabe dabei sind“, lautete sein Appell.

Zu Beginn hatten der „Sparkassen“-Vorstandsvorsitzende Alois Früchtl und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld als Vorsitzender des Verwaltungsrates der „Sparkasse Fulda“ die Gäste im vollbesetzten Schlosstheater begrüßt und zu Begegnungen und Gesprächen eingeladen. „Wir haben heute eine Premiere“, so Früchtl, „denn erstmals können wir einen Musiker als Referenten begrüßen, der quasi aus der Tiefe des Raumes zu uns kommt“. Das Orchester werde im Vortrag zweierlei sein: zum einen Erfahrungsort, zum anderen Platzhalter. Jeder ahne es: In einem Orchester geht es oft nicht anders zu als im eigenen Leben – am Arbeitsplatz, im Verein, in der Gemeinde, in der Familie. Überall gelte  es,  individuelle Stärken zu erkennen, unterschiedliche persönliche Potenziale zu heben, vielstimmige Einzelinteressen zu respektieren und am Ende  zu einem gemeinsamen und erfolgreichen Ganzen zusammenzuführen.

Wingenfeld sprach stellvertretend auch für Landrat Bernd Woide, freute sich ebenfalls auf den „wiederum hochkarätigen Referenten“, den man dank der Sparkasse im Schlosstheater begrüßen dürfe und nannte ein Orchester „eine gute Schule für das Leben“ . Musik sei ein verbindendes Element, in der Region Fulda könne man auf die über 100 Musikvereine sehr stolz sein. Die politisch Verantwortlichen seien stets bemüht, ein positives Klima für die Kultur zu schaffen.

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