"Zufall" plant neues Logistic-Center

Michael Hamperl und Christoph Göbel im Gespräch über das neue Bauprojekt (von links)

Standortsuche läuft /  Jahresbilanz: Deutlich verbesserte Ergebnisse auch der Niederlassung Fulda

Fulda - Die Umsatzerlöse der "Zufall logistics Group" sind im Geschäftsjahr 2016 erneut gestiegen – und zwar auf 304,8 Millionen Euro. Und auch die Anzahl der beförderten Sendungen ist erneut gewachsen: Um 2,1 Prozent von 4,6 Millionen im Jahr 2015 auf 4,7 Millionen in 2016. Auch die Ergebnisse der Niederlassung Fulda haben sich deutlich verbessert. Der Umsatz stieg auf 127,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 8,93 Prozent gegenüber 2015 (116,9 Millionen. Euro). Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der beförderten Sendungen um 0,2 Prozent auf 1,83 Millionen gewachsen.

 „Wir blicken sehr zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr zurück“, bilanziert Christoph Göbel, Niederlassungsleiter Fulda, das Ergebnis für 2016 und führt aus: „Besonders die stetige Entwicklung im Bereich Kontraktlogistik und der gelungene Start am Standort Hamburg stimmen uns zuversichtlich.“

Das Jahr 2017sei von deutlichen Zuwächsen in den Flächen für die Kontraktlogistik geprägt: Insgesamt wird die gesamte Logistikfläche der "Zufall logistics Group" um rund 70.000 Quadratmeter auf dann 400.000 Quadratmeter steigen. „Wir wollen weiter wachsen und schaffen Raum dafür“, begründet Michael Hamperl, stellvertretender Niederlassungsleiter in Fulda, die Investitionen.

Neben den aktuellen Bauplanungen an den Logistikstandorten in Göttingen wird auch in der Umgebung von Fulda erneut ein Logistik-Center mit einer Fläche von gut 37.000 Quadratmetern inklusive Mezzanine und Büroräumen entstehen. Dort sollen alle Reifen-Kunden der Fuldaer Niederlassung zusammengeführt werden. Die Standortsuche läuft derzeit. „Wir verfolgen das Ziel, die Nutzung unserer Flächen weiter zu optimieren, zu konsolidieren und Raum für Neugeschäft zu schaffen“, erklärt Hamperl. Dazu gehört auch die Einrichtung von Testflächen in den Logistik Centern. Auf ihnen sollen neue Technologien erprobt und Mitarbeiter geschult werden. Außerdem wird die Fläche zur Implementierung neuer Kunden genutzt.

Mit der Übernahme der Firmen "Team Trans Hamburg" und "Team Trans Logistics" habe "Zufall" einen wichtigen Standort in Hamburg hinzugewonnen. „Unsere Kunden profitieren vor allem von den langjährigen persönlichen Kontakten der Hamburger Kollegen zu Agenten und Reedereien auf allen Kontinenten sowie von unserem eigenen Umschlaglager im wichtigsten deutschen Hafen“, erklärt Göbel. „Die Integration ist gelungen. Gemeinsam steuern wir nun weiter auf Wachstumskurs. Damit wir unsere Ziele erreichen, sind wir auch außerhalb unserer Stammregionen vertrieblich aktiv.“ Darüber hinaus werde auch die Verknüpfung des Geschäftsbereiches Seefracht mit den vor- und nachgelagerten Dienstleistungen wie Landverkehre oder Kontraktlogistik weiter vorangetrieben.

Auch im Bereich der Elektro-Mobilität stellt die "Zufall logistics Group" die Weichen in Richtung Zukunft. So beteiligt sich die Niederlassung Fulda an einem Praxistest zur Nutzung eines vollelektrischen 18-Tonners. Das Verteilerfahrzeug des Schweizer Herstellers E-Force wird im Rahmen des Projektes „EMOLSE“ erprobt und durch die Hochschule Fulda wissen-schaftlich begleitet. Im Pkw-Fuhrpark des Familienunternehmens kommen aktuell vier elektrisch betriebene Fahrzeuge zum Einsatz. In den kommenden fünf Jahren sollen etwa 20 Prozent der insgesamt rund 200 Firmenwagen mit alternativen Antrieben ausgestattet sein. Lade-stationen für Elektrofahrzeuge sind bereits an allen Standorten eingerichtet. „Auch in Fulda haben wir ab Juni ein Elektrofahrzeug im Einsatz. Derartige Projekte und Maßnahmen passen zu unserem Verständnis von Nachhaltigkeit – in den Dimensionen Wirtschaft, Mensch und Umwelt“, begründet Niederlassungsleiter Göbel die geplanten Investitionen.

Für das laufende Geschäftsjahr plant das Familienunternehmen gewohnt verhalten optimistisch. So sind vor allem die Auswirkungen des Brexit sowie des zunehmenden Protektionismus der US-Regierung auf die Warenströme noch nicht solide einzu-schätzen. „Wir rechnen mit einem Umsatzwachstum von zwei Prozent“, sagt Hamperl.

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