Jetzt rede ich: Wer 1234 nutzt, ist selbst Schuld!

Unser Maskottchen Scotty und die Wahl unsicherer Passwörter bei den meisten Internet-Usern.

Beim Thema Internet-Sicherheit fällt mir ein, dass die meisten Menschen einfach sind, sich verschiedene Passwörter zu merken. Wenn dann ein Hacker das eine einzige Passwort herauskriegt, kann er versuchen, alle anderen Accounts dieser Person zu erforschen. Und mit etwas „Glück“ schafft der Hacker das auch. Ich stelle mir gerade vor: Nachrichten im Namen des Hacking-Opfers verschicken, Waren bestellen, Daten ändern, Bilder posten – dem Angreifer stehen Tür und Tor offen. Auch manche Unternehmen gehen etwas lax mit dem Schutz der Firmen-Rechner um. Passworte wie „start“ oder Türöffner-Codes wie „1234“ oder „9876“ sind nicht wirklich sicher.

Ein Kumpel von mir hat mal im Öffentlichen Dienst gearbeitet. Dort liefen Passworte nach einem Monat ab und mussten zwangsweise ersetzt werden. Der Kumpel hatte einen Trick drauf. Lautete das Passwort zu Jahresbeginn „Januar2018“, so änderte er es einen Monat später auf „Februar2018“. Und immer so weiter. Man kann geteilter Meinung sein, ob das ein wirklich sicheres Vorgehen war. Ich kenne auch einige Leute, die sich Passworte auf Klebezettelchen schreiben und diese dann unter ihre Tastatur kleben. Es gibt auch die Mär, dass vor allem in Grafikstudios und Werbeagenturen das Passwort „Apfel“ aufgrund der dort meistverwendeten Rechner sehr beliebt sei. Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht.

Ich bin auch faul und nutze ein Passwort für mehrere Webseiten. Aber die, die mir sehr wichtig sind oder wo es um Geld geht, haben alle eigene Zugangsdaten. Ich bin ja nicht blöd – hoffe ich zumindest. „123456“ oder das eigene Geburtsdatum, der Name von Kind oder Katze oder wie oben beschrieben Monat und Jahr als Passwort, sind nur so lange sicher, wie niemand weiß, welche Tricks jemand beim Setzen von Passwörtern einsetzt und wie Familienmitglieder und Haustiere heißen. Ansonsten kann’s haarig werden...

Ich mag Passwörter wie „HwfKQiert_6354a559evp!@“ auch nicht. Aber sicherer als „qwertz“ oder „1234“ ist es auf jeden Fall. Eines aber ist ganz sicher: Es hängt sehr vom Benutzer ab, ob seine Daten geschützt sind oder nicht. Wer seine Bankkarten-PIN auf der Kartenrückseite notiert oder die Handy-PIN in die Handyhülle steckt, ist selbst schuld. Wie es oft ist: Wir handeln erst, wenn etwas passiert ist – das sprichwörtliche Kind in den Brunnen gefallen ist. Und ich glaube, ich muss mich teilweise in die Reihe der vielen Menschen einordnen, die aufgrund der Einfachheit ein und dasselbe Passwort für vieles nutzen. Und ich werde das wahrscheinlich aus Bequemlichkeit auch weiterhin tun. Bis mich ein Hacker erwischt...

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