Jetzt rede ich... zum Ausfall von WhatsApp am Mittwochabend

WhatsApp fällt aus - und die Welt geht unter!

Der Kurznachrichtendienst „WhatsApp“ fällt für ein paar Stunden aus – und die Welt geht unter! So geschehen am Mittwochabend. Rund eine Milliarde Menschen war ihrer (einzigen?) Kommunikationsmöglichkeit beraubt. Stellen Sie sich das mal vor: Ein Siebtel der Weltbevölkerung konnte sich nicht mehr schriftlich und mit Smilys und Emoticons verständigen. Oh mein Gott! In anderen sozialen Netzwerken wurde sich aufs Heftigste beschwert. Natürlich bei genau dem sozialen Netzwerk, das „Whats­App“ vor drei Jahren für 22 Milliarden US-Dollar – hätte ich nur einen winzigen Bruchteil davon, wäre ich schon ganz glücklich – gekauft hat. Zwei Stunden ohne „Whats­App“ – was macht man da? 

Verzweifeln? Fernsehen? Oder angesichts der Uhrzeit des Ausfalls ab 22.30 Uhr, vielleicht einfach schlafen ?!? Eine halbe Stunde nach Mitternacht lief alles wieder – und die Verbindungen wurden wieder verbunden. Welch’ ein Glück, welch’ ein Segen, welch’ ein Jubel! Jetzt kann ich ja mal spekulieren, was passiert wäre, wenn dieses Milliarden-Menschen-Verbindungssystem am helllichten Tag, sagen wir mal um 14 Uhr, ausgefallen wäre. Millionen Menschen wären von der Außenwelt abgeschnitten. Keine kurzfristigen Dates, keine beruflichen Verabredungen, Schüler könnten sich keine Hausaufgaben-Lösungen schicken. Die Menschen würden bemerken, dass es regnet oder dass die Sonne scheint, es würden weniger Autounfälle passieren – die Welt wäre eine andere. Was haben wir eigentlich in der „Vor-Whats­App-Ära“ getan? SMS gesendet. Ohne Emoticons. Mit 160 Zeichen inklusive Leerzeichen. Oder noch davor? „Scall“ hieß das Ding, das in den Neunzigern zum Austausch von Kurzmitteilungen genutzt wurde, noch bevor es Handys gab, bei denen jeder Ziffer noch für zwei oder drei Buchstaben stand und man sich die Finger auf ein und der selben Taste wundtippte. Das waren noch Zeiten ... Aber die segensreiche Kommunikation von heute lässt uns auch wild drauflostippen. Manch’ einer kann sich fast nur noch per Tastatur mitteilen. Reden? Telefonieren? Mit Stimmbändern, Zunge und Lippen Worte formen? Das brauchen wir dank „WhatsApp“ doch gar nicht mehr! Es lebe die non-linguale, aber nicht non-verbale, Kommunikation!

PS: Meine Redaktion ist überwältigt von den vielen Namens-Ideen für mich. Es ist keine leichte Aufgabe, den passenden zu finden. Aber mir wurde gesagt, dass hart daran gearbeitet wird und ich demnächst einen Namen haben werde! Seien Sie gespannt!

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