Jetzt rede ich! Maskottchen Scotty und die Coronakrise

1 von 3
2 von 3
3 von 3

Diesmal macht sich Scotty ernsthafte Gedanken über die Welt, wie sie durch das Coronavirus geworden ist.

Hallo zusammen,

was macht das Coronavirus mit uns? Die Frage stellten wir vergangene Woche auf unserer Titelseite. Pauschal lässt sich das nicht beantworten, aber die Auswirkungen sehen wir tagtäglich. Am Mittwoch war der 1. April. Traditionell der Tag, an dem wir uns gegenseitig mit gewollten Enten in Zeitungen oder auch untereinander veräppeln. Dieses Jahr sind wir davon weitgehend verschont geblieben. Ist das Leben wegen der Coronakrise jetzt wirklich so traurig und ernst, dass wir den Humor ganz vergessen haben? Das wäre schade.

Natürlich leben wir gerade alle mit Einschränkungen, Kurzarbeit, Toilettenpapiermangel – aber ich bin mir sicher, dass uns das nützt, um das Coronavirus im Zaum zu halten. Und wir können nun einmal nichts daran ändern. Es gibt viele positive Momente, die diese Krise begleiten.

Menschen helfen Menschen

Da sind diejenigen, die gerne bereit sind, andern Menschen zu helfen. Sei es durch Einkaufsdienste oder das Nähen von Schutzmasken. Oder diejenigen, die Beutel packen und aufhängen, damit sich diejenigen, die es benötigen, nehmen können. Dann sind da die Menschen, die trotz allem ihren Job machen, teilweise bis ans Limit. Medizinisches Personal beispielsweise in Krankenhäusern und Apotheken.

Mein großer Respekt gilt auch denjenigen, die sich in den Supermärkten abmühen und immer für uns da sind. Und damit nicht wieder Missstimmung entsteht: Ich, Scotty, danke hiermit ausdrücklich allen Menschen, die in der Krise Mensch bleiben und dafür sorgen, dass wir es auch bleiben können.

Manche allerdings scheinen komplett vergessen zu haben, was es bedeutet, Mensch zu sein. Kämpf um Klopapier, Motzen wegen leerer Regale, Streit um den letzten Einkaufswagen – der Fälle sind es viele, wo statt Solidarität der Egoismus mancher Zeitgenossen ans Tageslicht tritt. Traurig ist das. Aber so verändert diese Krise, wie wir sie in unserem Land noch nie hatten, uns alle irgendwie.

Wie ein Aussätziger

Ich finde das Einkaufen gerade eigentlich entspannend. Ich habe den Eindruck, dass viele Leute Rücksicht nehmen, nicht drängeln und sich mit dem zufrieden geben, was sie kaufen können. Mal abgesehen von den zuvor genannten Ausnahmen. Soweit ich vom eigenen Erleben sprechen kann, sind es wirklich Ausnahmen. Wenn ich aber alleine durch die Straßen spaziere, komme ich mir manchmal wie ein Aussätziger vor. Und alle, die mir begegnen, kommen mir ebenso vor. Man macht große Bogen umeinander, weicht aus, wartet an engen Stellen.

Aber man lächelt sich in solchen Situationen auch manchmal dankbar an. Wenn irgendwann die Maskenpflicht kommt, dann sieht man das allerdings nur noch an den Augen ;-) Krise hin oder Krise her – sie hat uns verändert. In vielen Teilen zum Besseren, finde ich. Und das darf auch gerne „danach“ so bleiben. Wann immer das sein wird.

Jetzt ist erstmal wichtig, dass wir alle gesund bleiben (oder gesund werden), aufeinander achten und Solidarität vor den Egoismus setzen. Bleibt gesund und gebt Corona keine Chance!

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Dirigent Carsten Rupp ist stolz auf seinen Fuldaer Chor

Gespräch mit "Winfridia"-Chorleiter Carsten Rupp über die Chorarbeit in Zeiten von Corona.
Dirigent Carsten Rupp ist stolz auf seinen Fuldaer Chor

Klartext: Geschmackloser Werbespot von VW

Ein rassistisches Werbevideo von VW kursiert im Internet und sorgt für Aufregung.
Klartext: Geschmackloser Werbespot von VW

Digitale Speisekarte für Rhöner Gastronomen und Hoteliers

"Corona macht erfinderisch": Stefan Dehler und Thomas Jöckel über ihre gemeinsame Idee und Entwicklung sowie über das  Portal "rhönführer.de"
Digitale Speisekarte für Rhöner Gastronomen und Hoteliers

Interview mit Anna-Lena Bieneck vom Biosphärenreservat Rhön

Reizvolles vor der Haustüre: Die Rhöner Naturlandschaft im Dreiländereck Hessen, Bayern und Thüringen
Interview mit Anna-Lena Bieneck vom Biosphärenreservat Rhön

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.