Jetzt rede ich: Maskottchen Scotty und die Paketdienste in der Vorweihnachtszeit

Über Pakete, die nicht dort abgelegt werden, wo sie sollten, ärgert sich das Maskottchen Scotty in dieser Woche.

Hallo zusammen,

es ist Vorweihnachtszeit. Und damit unweigerlich auch die Zeit der Pakete und Päckchen, die vorzugsweise mit der Post – alias „DHL“ – befördert werden. Ich habe auch ein paar Sachen bestellt, weil es die vor Ort leider einfach nicht gibt. Die Wünsche der „Youtube“-Kindergesellschaft lassen sich größtenteils nicht bei den Händlern in der Umgebung verwirklichen. Wie dem auch sei: Ich habe also bestellt und wartete auf meine Päckchen. Und ich wartete. Eigentlich – da ich tagsüber an der Arbeit bin – habe ich mit dem Zustelldienst eine schriftliche Vereinbarung getroffen, dass er an mich adressierte Pakete und Päckchen an einem bestimmten Ort abstellen darf. So weit, so gut. Nachdem ich zwei Tage lang vergeblich gewartet hatte, wollte ich gerade einen „Gelben Sack“ in meiner Garage verstauen. Und was sah ich da: Das vermisste Päckchen lag hinter einer Mülltonne in der Garage. Und dieser Platz ist mit Sicherheit nicht der mit „DHL“ vereinbarte Ablageort.

Versteckt hinter der Mülltonne

Ich wurde etwas stinkig, denn meine Garage liegt direkt an der Straße. Sie steht auch tagsüber offen, da ich mir den Luxus eines elektrischen Rolltores noch nicht geleistet habe. Und normalerweise ist in meiner Garage für Langfinger auch nichts zu holen – außer, sie stehen auf Müll und einen Satz ausgemusterter Autoreifen. Da das Päckchen diesmal ein wenig versteckt lag, musste ich nicht fürchten, dass einer mein Eigentum klaut. Ich hatte es aber auch schon, dass Päckchen direkt am Eingang der offenen Garage abgelegt wurden. Ich klopfe gerade dreimal auf Holz, denn auch bei dieser regelwidrigen Zustellweise ist mir bisher noch nichts abhanden gekommen.

Andere Lieferdienste machen sich wenigstens die Mühe, einen netten Zettel in den Briefkasten zu werfen, wo kryptische Dinge wie „Hosen“ draufsteht. Nach kurzem Überlegen kam ich drauf: „Hasen“ meinte der Fahrer. Und tatsächlich: Bei meinem Hasenkäfig lag das Paket. „DHL“ scheint das etwas laxer zu handhaben. Mal ist ein Zettel im Briefkasten, mal nicht. Bei der Lieferung hinter der Mülltonne (das klingt ein bisschen wie „Im Schrank unter der Treppe“) gab es keine Benachrichtigung. Und hätte ich das Päckchen nicht zufällig gefunden, hätte ich wahrscheinlich andere Hebel in Bewegung setzen müssen, denn bezahlt war der Inhalt schon.

Auch Nachbars Pakete im Garten

Die lieben Lieferer machen auch nicht Halt davor, dass ich zwar eine Abstellerlaubnis erteilt habe, meine im Haus wohnenden Nachbarn aber nicht. Und trotzdem werden deren Pakete – und davon gibt es Woche für Woche sehr viele – auch wahllos auf unserem Grundstück abgestellt. Ich komme mir beim Einsammeln dann auch wie ein Lieferdienst vor... Noch dazu scheint „DHL“ oder Post oder wie auch immer das jetzt heißt, ein Problem mit dem eigenen Personal zu haben. Um es genau zu sagen: Zu wenig Personal zu haben. Denn wichtige Brief werden an meinem Heimatort nicht jeden Tag ausgeliefert.

Alle drei Tage scheint schon Standard zu sein. Terminsachen sind damit allerdings gefährdet. Da muss die Post stark an sich arbeiten, denn das Briefmonopol ist gefallen. Zwar haben sich andere noch nicht am Markt etablieren können, aber wenn der Service der Postzusteller noch weiter nachlässt, dann würde ich mich über eine Alternative freuen. Irgendeinen Sinn muss es doch haben, dass das Porto jedes Jahr erhöht wird. Dann stecke es mal in neues und geschultes Personal, liebe Post!

Euer SCOTTY

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