Jetzt rede ich: Maskottchen Scotty und die unbelehrbare Tauben-Fütterin von Fulda

Scotty wundert sich über das Verhalten einer Fuldaerin, die nun 20.000 Euro Strafe wegen Taubenfütterns zahlen soll - und die es immer noch nicht einsieht.

Hallo zusammen, es klingt ein wenig nach „Sommerloch“, wenn vor dem Fuldaer Amtsgericht über den Fall der Taubenfütterin verhandelt wird, die Bußgelder in Höhe von 20.000 Euro bezahlen soll. Hat man in Fulda keine anderen Probleme? Was klar ist: Wenn es innerhalb der Stadtgrenzen verboten ist, Tauben zu füttern, dann muss man sich auch daran halten.

Das gilt auch für jene Dame, die meinte, aus Mitleid immer wieder dagegen verstoßen zu müssen. Und da die Dame wissentlich und vorsätzlich gehandelt hat – und auch zu mehreren Terminen vor Gericht gar nicht erst aufgetaucht ist, ist es gerechtfertigt, dass man sie nicht einfach hat weitermachen lassen. Dem Vorschlag, dass die 64-Jährige einer „strafbewehrte Unterlassungserklärung“ abgeben und die Geldstrafe somit nicht zahlen müsste, wollte die Dame zustimmen. Da frage ich mich, ob da wirklich noch alle Nadeln an der Tanne sind. Denn selbst städtische Vertreter hatten vor Gericht keine Einwände.

Ich habe nichts gegen Tauben. Zwei habe ich sogar in der Vergangenheit gerettet und zuhause großgezogen. Eine davon war dann unser Haustier, das zwar nicht stubenrein, aber dafür umso lieber war. Tauben sind mir also „nah“. Es war auch ein großes Drama, als das Tier gestorben ist. Die andere wurde leider über Nacht von einem Marder gemordet. Aber zurück zum Thema: Ich sehe nichts Verwerfliches darin, Tauben zu füttern. Aber wie bereits erwähnt: Wenn es verboten ist, dann ist es verboten.

Allerdings sehe ich auch gelegentlich nicht angeleinte Hunde in der Stadt. Ist das nicht auch verboten, selbst wenn Frauchen oder Herrchen nebendran laufen? Da müssten die Fuldaer Ordnungshüter sich eigentlich besser um diese Delinquenten kümmern, denn ein bissiger Hund ist meiner Meinung nach gefährlicher als eine Taube. Ich habe auch noch nie eine Taube gesehen, die sich im Freien in einem Restaurant auf den Tisch gewagt hat.

Das sind dann eher die Spatzen, die sich an den Essensresten der Restaurantgäste bedienen. Übertragen die weniger Krankheiten als die Stadttauben? Oder die Fliegen, die direkt vom Hundehäufchen auf unserem Essen landen? Der Taubenturm in der Fuldaaue ist ein netter Versuch, aber ich denke, dass das die Tauben wenig interessiert. So viele Essensreste, wie ich sie jeden Tag in und um die Müllbehältnisse der Innenstadt sehen muss, bieten ein umfangreiches Speisenangebot für die oft ungeliebten Vögel. Wenn Ihr Tauben wärt: Würdet Ihr Euch von der niemals versiegenden Futterquelle entfernen lassen?

Lasst die Tauben Tauben sein. Andere Tiere in der Stadt leben auch unbehelligt. Dennoch sind Verbote zu akzeptieren. Und wie ich eben sagte: Die Fuldaer Stadttauben finden genug zu Essen. Da brauchen sie zusätzliches Futter nicht.

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