Jetzt rede ich: Scotty und die Radfahrer auf Gehwegen

Unser Maskottchen regt sich über Radfahrer auf, die auf Bürgersteigen fahren - und noch dazu falschherum in Einbahnstraßen.

Hallo zusammen,

Wie Ihr ja wisst, ist der Verlag meiner Kollegen seit ein paar Monaten in die Fuldaer Heinrichstraße umgezogen. Für einige Mitarbeiter stehen Parkplätze in der Tiefgarage des Hauses oder auf dem Parkdeck zur Verfügung. Das ist zunächst einmal super. Einziger Nachteil: Um vom Grundstück auf die Heinrichstraße zu kommen, muss man mit dem Auto über den Gehweg fahren. Wir passen ja schon immer sehr auf, wenn wir aus den Tiefen der Garage kommen. Gaaaaaaanz langsam herausfahren, rechts und links schauen, damit man auf keinen Fall versehentlich einen Fußgänger erwischt. Wenn jemand kommt, dann warten wir ab und fahren erst dann in die Einbahnstraße, wenn wirklich kein Fußgänger behindert wird. Denn schließlich müssen wir mit einem Auto über den Gehweg, der Fußgängern vorbehalten ist.

Das Ganze wäre nicht problematisch, wenn sich nicht neben Fußgängern auch unberechtigterweise erwachsende Radfahrer auf dem Gehweg tummeln würden. Neulich fuhr ich wie üblich langsam aus der Garage. Links kam niemand zu Fuß, auch rechts sah ich niemanden. Zugegeben: Rechts ist eine Hauswand, die die Übersicht sehr erschwert. Ich fuhr also ein Stückchen weiter und plötzlich sauste von rechts – entgegen der Einbahnstraße und auf dem Gehweg, ein Radfahrer knapp vor meiner vorderen Stoßstange vorbei! Mir ist der Schreck ganz schön in die Glieder gefahren, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Kann man eigentlich auch nicht, wenn man denkt, dass der Gehweg für Fußgänger reserviert ist.

Fahrradfahrer sind schneller als Fußgänger

Weiteres Problem: Ein Fußgänger ist auf dem Gehweg normalerweise langsamer unterwegs. Wenn er an einer Ausfahrt vorbeiläuft – so bringen wir es zumindest schon unseren Kindern bei – wirft man vorsichtshalber einen Blick, ob ein Auto herausfahren möchte. Wenn dann eines kommt, nimmt man Augenkontakt mit dem Menschen am Steuer auf und wenn dann alles geregelt ist, läuft man weiter. Die Radfahrer, die bisher in der Heinrichstraße auf dem Gehweg an mir vorbeigebraust sind, hat das wohl nicht interessiert. Kein Blick, viel zu schnell und ohne Rücksicht auf Fußgänger – so habe ich die Radfahrer hier erlebt. Wenn das noch häufiger vorkommt, dann sehe ich irgendwann einen illegalen Gehweg-Radler über meine Motorhaube fliegen. Und das will ich unbedingt vermeiden.

Deshalb mein Appell an alle Radfahrer: Auf Gehwegen hat man seinen Drahtesel zu schieben. Das gebietet zum ersten die Straßenverkehrsordnung, zum zweiten die Rücksicht auf Fußgänger und zum dritten die Sorge um die eigene Gesundheit!

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