Vierter CDU-Bewerber: Johannes Rothmund ist Fuldaer Landtagskandidat

Für 42-jährigen Rechtsanwalt hat sich die Situation nach Arnold-Rückzug verändert

Fulda - Es gibt einen vierten CDU-Kandidaten, der für den Wahlkreis Fulda 14 I in den Hessischen Landtag einziehen will: Johannes Rothmund (Hofbieber). Dies geht aus einer Pressemitteilung des 42-Jährigen hervor. Bislang haben sich  Thomas Hering (Fulda), Benjamin Tschesnok und Ingrid Manns (beide Hünfeld) beworben ("Fulda aktuell" berichtete).

Wie Rothmund schreibt, wolle er sich "nach reiflicher Überlegung" in der Delegiertenversammlung am 19. Februar 2018 in Burghaun zur Wahl stellen. Am Wochenende war bekannt geworden, dass Dr. Walter Arnold "als langjähriger, verdienter Abgeordneter im Hessischen Landtag" (Rothmund) für eine weitere Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stehen wolle.

Laut Rothmund habe er sich seit Ende letzten Jahres innerhalb der CDU-Kreistagsfraktion und innerhalb des Präsidiums des CDU-Kreisvorstandes, dem er als Schriftführer angehört, dahingehend geäußert, dass er für eine Kandidatur gegen den Kreisverbandsvorsitzenden Arnold  nicht zur Verfügung stehe. Der 42-Jährige: "Ich war und bin - bei aller Kritik von verschiedenen Seiten - davon überzeugt, dass Arnold in der Sacharbeit für die Region in der nächsten Legislaturperiode noch viele positive Impulse hätte setzen können."

Arnolds Rückzug habe auch für ihn die Situation verändert. Durch seine Kandidatur sehe er nun die Geschlossenheit des CDU-Kreisverbandes nicht mehr gefährdet, vielmehr stelle diese jetzt einen Beitrag zum politischen Wettbewerb der besten Ideen und Köpfe dar. "Und so ist in Gesprächen mit Freunden aus der CDU, der MIT und der JU klar geworden, dass für mich die Zeit für eine Kandidatur gekommen ist. " Weiter schreibt Rothmund: "Ich bin jetzt 42 Jahre alt, verheiratet, wir haben drei Kinder. Seit 2002 bin ich in der Rechtsanwaltskanzlei tätig, der ich seit 2009 auch als Partner angehöre. Mein beruflicher Mittelpunkt befindet sich in der Stadt Fulda." Er wolle seine Erfahrungen als Anwalt aus der freien Wirtschaft wie auch aus der kommunalen Arbeit in die Gremien mit einbringen und werbe damit um die Unterstützung der Delegierten aus Bad Salzschlirf, Burghaun, Eiterfeld, der Stadt Fulda, Großenlüder, Hünfeld, Nüsttal und Rasdorf. Er freue sich auf einen fairen Wahlkampf, so der 42-Jährige, der fordert, die CDU müsse inhaltliche Schwerpunkte setzen, bestehende Probleme offen ansprechen und Lösungen anbieten, um für einen großen Teil der Bevölkerung wählbar zu sein.

Durch seine Mitarbeit in verschiedenen Landesfachausschüssen der CDU sei ihm bewusst geworden, wie viel man für die Region in solchen Gremien bewirken könne. Rothmund: "Es würde mir große Freude bereiten, mich als Landtagsabgeordneter für unsere Region stark zu machen. Dabei ist mir die Balance zwischen überregionalen Themen wie dem demographischen Wandel, der Sorge vor Altersarmut und der stetigen Entwicklung des Arbeitsmarktes für geringqualifizierte Arbeitskräfte sowie regionalen Belangen (Ausbau der Mittel- beziehungsweise Oberzentren Hünfeld und Fulda, Neubau der Therme in Bad Salzschlirf, Förderung der medizinischen Versorgung im ambulanten und stationären Bereich) besonders wichtig." Gerade der ländliche Raum biete Ressourcen, um Lösungsansätze für diese Fragen zu finden; es bedürfe hierfür allerdings der Unterstützung durch die Landespolitik. Der 42-Jährige: "Hierfür stehe ich und werde mich mit aller zur Verfügung stehenden Kraft dafür einsetzen, dass unserem ländlichen Raum das Gewicht in der Politik zukommt, welches ihm zusteht. "

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