„Joint Path“: Die Reise zweier „Fuldaer Jungs“

Mischa Krewer, Inhaber von „43einhalb“, präsentiert den streng limitierten „Joint Path“ Sneaker.
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Mischa Krewer, Inhaber von „43einhalb“, präsentiert den streng limitierten „Joint Path“ Sneaker.

Es dürfte der wohl persönlichste Schuh sein, den die Fuldaer Mischa Krewer und Oliver Baumgart, die beiden Macher und Inhaber von „43einhalb“, je entworfen haben: „Der ZX 10000 Joint Path“.

Fulda. Dieser Sneaker ist in enger Zusammenarbeit mit „Adidas“ entstanden und besitzt eine herausragende Besonderheit: Das „Adidas“-Logo wurde ergänzt und schmückt den Sneaker mit dem für Fulda typischen Symbol, der „Fulda-Lilie“.

Für Krewer ist der „ZX 10000 Joint Path“ viel mehr als nur ein Sneaker: „Wir erzählen mit jedem Schuh eine Geschichte. Der so genannte ‚Colorway‘ des ‚Joint Path‘ orientiert sich an topografischen Karten und verschiedenen Landschaften. Bei diesem Thema geht es um die verschiedenen Orte, die Oliver und mich verbinden, und die wir beim Roadtrip oder Camping besucht haben“.

Die Reisen der zwei Freunde, die sich in den Farben des Sneakers widerspiegeln und rund um die Welt und wieder zurück nach Fulda führten, haben Krewer und Baumgart auch fotografisch festgehalten. Bestens zu verfolgen übrigens auf dem „Instagram“-Account von „43einhalb“.

Mischa Krewer (Mitte) im Gespräch mit Verlagsleiter Michael Schwabe und Redaktionsvolontärin Martina Lewinski.

Entschieden hatten sich die „43einhalb“-Macher damals für das Modell „ZX 10000“, denn ihnen war schnell bewusst geworden, dass es kaum ein Modell gibt, das so viele Materialebenen besitzt, um das Thema einer gemeinsamen Reise in all ihren Facetten darzustellen. Der Name „Gemeinsamer Weg“ beziehe sich aber auch auf die vielen Freunde, auf die Familien und die Unterstützer, „die ‚43einhalb‘ von Anfang an gefolgt sind, das Team unterstützt und die Reise begleitet haben.

Dabei lohnt zunächst ein Blick zurück auf die Anfänge, denn „43einhalb“ feiert 2021 zehnjähriges Bestehen. Nach dem Start in Fulda folgten 2016 der zweite Shop in Frankfurt am Main sowie die Realisierung des Konzeptes „Meine Jungs“ in Fulda. Zu beiden Formaten gehören auch eigene Online-Shops. Sneaker waren indes schon lange vor der Gründung von „43einhalb“ ein Thema für Baumgart und Krewer, die sich über diese gemeinsame Leidenschaft auch kennengelernt hatten.

„Die Großeltern von Oliver hatten ein Schuhgeschäft in Hünfeld. Er ist also quasi zwischen ‚Puma‘-und ‚Adidas‘-Kartons aufgewachsen. Dann hatten wir irgendwann die Idee, gemeinsam einen Blog über Sneaker zu starten, sneakerblog.net. Daraus wiederum ist dann ‚43einhalb‘ entstanden.“

Der ZX 10000 Joint Path

Die aktuelle Zusammenarbeit mit solch einer großen Marke wie „Adidas“ ist allerdings nicht die erste dieser Art für die Fuldaer Unternehmer, denn sie haben in den letzten Jahren auch schon mit Marken wie „Reebok“ und „KangaROOS“ ähnliche Projekte durchgeführt. „Es ist ein langer Weg gewesen. 2019 saßen wir gemeinsam mit dem Vorstand von ‚Adidas‘ bei einem gemütlichen Geschäftsessen bei ‚Best Worscht in Town‘ in Frankfurt. Durch Gespräche hat sich die Gelegenheit geboten, dem Vorstand Ideen eines exklusiven Fulda-Sneakers einzureichen, die dann auch ein Jahr später genehmigt worden sind. Wir waren natürlich total begeistert, haben uns sofort an die Arbeit gemacht und daraus ist der ‚Joint Path‘ entstanden“, erzählt der 38-jährige Krewer. Und weiter: „Der Sneaker war ganz exklusiv nur bei uns erhältlich, an keinem anderen Ort der Welt, auch nicht über die ‚Adidas‘- Homepage. Vielmehr war er über eine ‚Raffle‘-Aktion (Auktionsverfahren) bei uns zu ergattern. Und der Sneaker war ein riesen Erfolg. Jetzt dürfen wir sagen – er ist komplett ausverkauft“, so Krewer mit hörbarem Stolz.

Auch die anfangs erwähnte Änderung des Logos sei ein „Ritterschlag“ für das Fuldaer Unternehmen gewesen: „Ich glaube, ich kann an einer Hand abzählen, wem sowas schon mal gelungen ist. Dazu gehören Größen wie beispielsweise Beyoncé “, lacht Krewer.

Und noch etwas war wichtig: „Die Verbundenheit zu unserer Heimat Fulda sollte in diesem Sneaker sichtbar werden. Denn dort, wo jetzt unser Sneaker-Store ist, habe ich als Kind Zeitungen ausgetragen und bin mit meinem Opa an der Hand spazieren gegangen. Fulda ist unsere Heimat, und ich sage auch immer gerne: ,Fulda ist die geilste Stadt zum Zurückkommen‘“, so Krewer.

Joint Path auf Reisen.

Der gelernte Medienberater erklärt sich den Erfolg wie folgt: „We don‘t sell sneakers, we sell storys. Uns ist es wichtig, auf dem Boden zu bleiben, geschäftliche und persönliche Partnerschaften gut zu pflegen und immer kreativ zu bleiben. Das Jubiläumsjahr von ‚43einhalb‘ ist mit dem ‚Joint Path‘ keinesfalls vorbei. Es folgt noch etwas“.

Um einen Schuh soll es sich aber wohl nicht handeln. Man darf also gespannt sein, womit die Macher uns noch überraschen werden.

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