Jonas Schindelmann ist der neue evangelische Pfarrer in der Rhön

Pfarrer Jonas Schindelmann tritt seinen Dienst im Kirchenkreis Fulda im November an.

Der Vorstellungsgottesdienst wird am Reformationstag um 17 Uhr in der Kirche St. Georg in Hettenhausen stattfinden.

Hettenhausen/Dalherda – Nach einem halben Jahr Vakanzzeit, in der Pfarrer Maximilian Weber-Weigelt aus Dipperz die Kirchengemeinden vertretungsweise geleitet hat, haben die evangelischen Kirchengemeinden Hettenhausen und Dahlherda-Poppenhausen nun wieder einen Pfarrer. Anfang November tritt der 33-jährige Jonas Schindelmann hier seine erste Pfarrstelle an. Am Reformationstag stellt Dekan Bengt Seeberg den beiden Kirchengemeinden ihren neuen Pfarrer vor. Der Gottesdienst findet um 17 Uhr in der Kirche St. Georg in Hettenhausen statt und wird auch als Livestream übertragen.

Der junge Theologe startet seine neue Aufgabe mit sehr viel Schwung, was auch an seiner Leidenschaft, dem Laufen liegen mag. Gemeinsam mit seinem Bruder ist der passionierte Läufer schon von Poppenhausen auf die Wasserkuppe gejoggt. „Das war schon eine Herausforderung,“ schmunzelt Schindelmann. „Die Rhön ist eine ganz besondere Landschaft,“ freut sich der junge Pfarrer auf seine neue Wirkungsstätte. Die Dörfer, für die er zuständig sein werde, verfügten über ein gutes Vereinsleben und die Kirche habe einen wichtigen Platz im Leben der Menschen, bemerkt er. Im Moment ist der junge Pfarrer mit seinem Einzug in das Pfarrhaus in Hettenhausen beschäftigt. „Dort gibt es jede Menge Platz und ich finde es spannend, die Räume zu füllen.“

Während des Studiums in Marburg und Berlin sei ihm klar geworden, dass er kein Mensch sei, der dauerhaft in einer Großstadt leben wolle. Der Kirchenkreis Fulda ist Jonas Schindelmann bereits aus dem Praktikum bekannt, dass er in Fulda in der Lutherkirche absolviert hat. „Ich war sehr beeindruckt, wie sehr eine Kirchengemeinde auch in den Stadtteil hineinwirken kann,“ sagt er.

Das Theologiestudium wurde Schindelmann fast schon in die Wiege gelegt. Aufgewachsen in einem Pfarrhaus in Treysa, wollte er zunächst Lehrer werden. Dass ihn dann doch die Leidenschaft für die Theologie gepackt hat, verdankt er einer Hebräischdozentin von der Universität Marburg. Der Pfarrberuf sei sehr vielseitig und biete viele kreative Möglichkeiten, ist Schindelmann überzeugt. Seine biblische Lieblingsgeschichte sei die vom verlorenen Sohn. Warum? „Weil die Geschichte viel über das Wesen Gottes aussagt,“ so der Theologe. Obwohl der Sohn auf Abwege geraten sei und das Erbe durchgebracht habe, habe der Vater ihn mit offenen Armen empfangen. Schindelmann ist überzeugt: „Menschen dürfen Fehler machen, diese Einsicht ist heute so wichtig, wie zu biblischen Zeiten.“

Dass seine Vorstellung in einem gemeinsamen Gottesdienst des Kooperationsraums Rhön gefeiert wird, freut Schindelmann. Die Gemeinden könnten sich gegenseitig unterstützen und bereichern und Herausforderungen, wie die Corona-Pandemie, gemeinsam annehmen. Durch die Pandemie sei derzeit auch im Pfarrberuf Improvisationstalent gefragt. „Ich hoffe, dass wir Weihnachten auf einem großen Platz im Freien feiern können,“ sagt Schindelmann.

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