Jonathan Wulff (SPD) möchte Oberbürgermeister werden

Wulff möchte im kommenden Jahr neuer Oberbürgermeister der Stadt Fulda werden.

Fulda - Der SPD-Stadtverband Fulda traf sich am 13. November, um eines klarzustellen: Einstimmig nominierten die Fuldaer Genossen Jonathan Wulff zum Kandidaten um das Oberbürgermeisteramt der Stadt. Gewählt wird am am 14. März des kommenden Jahres – zeitgleich mit der Kommunalwahl. Der derzeitige Amtsinhaber Dr. Heiko Wingenfeld (CDU) tritt ebenfalls an.

„Ich empfinde es als große Ehre, dass mir alle Delegierte nicht nur das Amt des Oberbürgermeisters zutrauen, sondern auch eine erfolgreiche Kandidatur im ehemals schwarzen Fulda“, sagt Wulff im Gespräch mit „Fulda aktuell“. „Ich kandidiere aus zwei Gründen, einem persönlichen und einem politischen. Zunächst reizt mich die Aufgabe. Und ich denke, dass etwas frischer Wind der Stadt gut täte“, so Wulff im Gespräch mit „Fulda aktuell“. Handlungsbedarf sieht der SPD-Kandidat vor allem im Bereich Wohnungsbau. „Wohnungen werden in Fulda immer teurer. Wir sollten mehr bezahlbare Wohnungen, vor allem in der Innenstadt, bauen. Wir sollten aber auch moderne Reihenhausprojekte initiieren, um mehr jungen Familien ein bezahlbares Eigenheim zu ermöglichen“, sagt Wulf, der Leiter einer mittelgroßen hessischen Landesbehörde in Fulda ist. „Probleme sehe ich auch im Bereich der Kinderbetreuung. Das Nachmittagsangebot an vielen Grundschulen sieht nach wie vor keine verlässliche Hausaufgabenbetreuung vor und endet um 15.15 Uhr, teilweise schon um 14.30 Uhr. Berufstätige Eltern werden hier schlicht alleine gelassen! In den Kindergärten und Kitas brauchen wir kleinere Gruppen und mehr Personal, um alle Kinder fördern zu können“, konstatiert der Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtfraktion

Innenstadt-Entwicklung

 „Handlungsbedarfe sehe ich auch in der Verkehrspolitik: Wir müssen die Stadt attraktiver für den Radverkehr machen und unseren Busverkehr deutlich verbessern. Im Bereich Innenstadtentwicklung müssen wir einige Akzente setzen, um die Attraktivität unserer Innenstadt auch bei zunehmendem Online-Handel zu erhalten. Denkbar wären hier Pop-up-stores, die Gründern anfangs kostenfrei zur Verfügung gestellt werden könnten. Auch eine Markthalle, etwa im Bereich des ehemaligen ,Kaufhofes‘ sollten wir anstreben“, so der Familienvater zu seinen Plänen. Auch das Thema Gewerbegebiete liegt ihm am Herzen: „Wir brauchen mehr Gewerbeflächen an der Autobahnausfahrt Fulda-Nord. Wir brauchen diese Flächen, um der örtlichen Wirtschaft Entwicklungen zu ermöglichen. Wir wollen aber auch Logistiker aus dem Fuldaer Westen dorthin verlagern, um den Lkw-Verkehr so weit wie möglich aus der Stadt zu verbannen.“

Doch wie könnte die Zusammenarbeit mit dem Fuldaer Stadtparlament, in dem die SPD keine Mehrheit hat, aussehen? „Das Stadtparlament wird ja gemeinsam mit dem Oberbürgermeister am 14. März neu gewählt. Ich bin optimistisch, dass es dann im Stadtparlament endlich eine Mehrheit für eine gerechte und nachhaltige Politik gibt“, zeigt sich der OB-Kandidat optimistisch. Er hofft, dass ihm die Erfahrungen aus dem Landratswahlkampf vor neun Jahren auch beim jetzigen Wahlkampf helfen. „Aber ich glaube, dass mir meine Erfahrungen als Fraktionsvorsitzender noch mehr helfen“, so der Lokalpolitiker. Ob andere Parteien einen weiteren Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt stellen werden, weiß Wulff bisher nicht. „Offiziell hat noch keine andere Partei ihre Unterstützung für mich erklärt. In persönlichen Gesprächen haben mir aber schon mehrere Kommunalpolitiker anderer Parteien ihre Stimme zugesagt“, erklärt er.

„Ich bin glücklich verheiratet und habe drei Kinder im Alter von acht, sechs und zwei Jahren. Von Beruf bin ich Jurist und leite eine mittelgroße hessische Landesbehörde.“ Neben Beruf, Familie und seinem kommunalpolitischen Engagement bleibt ihm nicht viel Zeit für Hobbys.“ Wenn ich Zeit habe, über die ich frei verfügen kann, lese ich gerne ein schönes Buch und trinke einen guten französischen Rotwein“, sagt der OB-Kandidat Jonathan Wulff.

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