Jugendbildungswerk veranstaltete Bildungsfahrt nach Norwegen

Vogelsbergkreis. Das Jugendbildungswerk des Vogelsbergkreises veranstaltete eine Bildungsfahrt nach Norwegen unter der Leitung von Werner Filzinger un

Vogelsbergkreis. Das Jugendbildungswerk des Vogelsbergkreises veranstaltete eine Bildungsfahrt nach Norwegen unter der Leitung von Werner Filzinger und Sabine Brhler, die bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchweg groe Begeisterung ausgelst hat, berichtet Jugendbildungsreferent Werner Filzinger, der auch den nachstehenden Reisebericht verfasst hat.

Einer der vielen Hhepunkte der faszinierenden Reise war die Schiffsberfahrt von Kopenhagen nach Oslo mit der dnischen 35500 BRT - Fhre "Crown of Skandinavia". Bei herrlichem Wetter konnte man u.a. am Abend auf dem Oberdeck den Sonnenuntergang am Meer erleben.

Oslo wurde zunchst ausgespart und die Reise fhrte direkt nach Geilo, dem berhmten Wintersportort zur Zwischenbernachtung. Schon auf der Hinfahrt begann der langsame, aber stetige Anstieg in eine bezaubernde Landschaft mit Seen, Wldern, Hgeln und riesigen Felslandschaften.

Weitere Station war Bergen, das unter Kennern als die heimliche und schnste Stadt Norwegens gilt. Allein die Fahrt von Geilo nach Bergen ber herrlich gelegenes Hochgebirge, noch mit Schneeresten versehen, beeindruckte besonders. Ab Erreichen des Hardanger Fjords wurde mit einer Fhre bergesetzt und es ging auf sehr schmalen Straen direkt am Fjord entlang.

Stadtfhrung durch Bergen

In Bergen wurde zunchst eine Stadtfhrung mit dem Bus angeboten. Eine ausgedehnte Fhrung in Bergens Altstadtviertel "Bryggen" schloss sich an. Der anschlieende Besuch des Bryggen - Museums war sehr interessant, zumal er von einer deutschen Studentin moderiert wurde und diese den deutschen Hintergrund von Bergen, als frhere Hansestadt im 13. Jahrhundert hervorragend herausgearbeitet hatte. Schlielich besuchte man noch mit der Standseilbahn den Hausberg von Bergen "Floyen", von dem man eine tolle Aussicht ber Bergen und bis weit ins Meer hinaus hatte. Selbstverstndlich wurde auch der legendre Fischmarkt besucht, der den Vogelsbergern vllig neue Einblicke in die Fischwirtschaft des Landes bot. berall wurden kostenlose Proben von Nordseekrabben, Garnelen und Walfischfleisch angeboten.

Die Fahrt fhrte weiter Richtung Sogne Fjord, wo zunchst in Dale, dem Sitz der grten und bekanntesten Pullover und Trachtenfabrikation Norwegens, Halt gemacht wurde. Hier konnten Teilnehmer im Schnppchenmarkt sogar Pullover und Westen der norwegischen Olympiamannschaft von Lillehammer und danach folgenden Winterspielen erstehen. Die Reise ging dann nach Voss, wo die Landschaft schon Voralpenhnlich war und die vorgelagerten Seen und das herrliche Wetter ein wunderbares Panorama und Fernsicht boten. ber die sog. Stahlheimstrae und Untertunnelung gelang man schlielich zum Sogne - Fjord nach Gudvangen. Hier begann eine bildschne Schiffsberfahrt bei strahlendem Sonnenschein samt Bus durch den Naeroyfjord in den Sognefjord bis nach Kaupanger. Bei der Ausfahrt des Busses vom Schiff kam es dann zu einem kleinen Unfall, der zwar bedeutungslos war, aber bedingt durch die Verwicklung mit einer Autoverleihfirma, spter den weiteren Aufenthalt ber, fr viel Heiterkeit unter den Teilnehmern sorgte.

Sogndal war dann Ausgang einer bezaubernden Reise zur Flambahn. Erst wurde per Schiff der Sognefjord berquert, danach ging es durch den lngsten Tunnel der Welt (25 km) nach Flam, um mit der Flam Bahn nach Myrdal zu fahren. Die Flam Bahn ist eine eisenbahntechnische Meisterleistung. Von Meereshhe (Flam) geht es in nur 20 km Strecke 870 m hoch durch viele Tunnels hinauf ohne jegliches Zahnrad. Der Zug hlt am gigantischen Wasserfall "Kjosfossen", wo eingespielte Musik von Edward Krieg die Fahrgste erwartet und zwei Schauspielerinnen hoch auf den Felsen im Wechselspiel mit ihren farbentrchtigen Trachten zur Musik tanzen.

Kletten, Wandern und Ses

Der ltesten Stabkirche Norwegens in Utnes galt der nchste Besuch. Sie kann man nur per Schiff und aufwendiges Klettern erreichen. Doch war der Weg durch reichliche Felder von Erd- und Himbeeren begrenzt, so dass alle auf ihre Kosten kamen und viele meinten, so gute Beeren noch nie gegessen zu haben. Nchste Station war das Gletschergebiet Jostedalsbreen mit dem Nigardsbreen, der von etlichen Teilnehmern in einer atemberaubenden Klettertour trotz Zeitknappheit "erstrmt" wurde.

Wiederum herrliche Aussichten, enge Straen und ein auergewhnlich schnes Hochplateau fhrten zum nchsten Zielort Boverdalen, der im Winter groe Bedeutung als Wintersportzentrum besitzt.

Trondheim, die nrdlichste Stadt der Reise begrte die Gruppe mit einem intensiven Regenguss. Trondheim ist die Hauptstadt des Nordens und besitzt ein historisches Zentrum auf einer Halbinsel eingebettet. Hhepunkt war dort der Besuch des Domes, der Altstadt und diverser Angebote des Tourismus. Lillehammer wurde von den meisten Teilnehmern sehnschtig erwartet. Hier wurden die ehemaligen Wintersport anlagen der Olympischen Winterspiele von 1994 geradezu gestrmt, um die knappe Zeit effizient zu nutzen. Dazu gehrte die Sprungschanze, die Langlaufanlagen, das Olympiamuseum und Eisstadion, das jetzt besonders im Sommer eine viel genutzte Mehrzweckhalle ist.

Kleine Hauptstadt Oslo

Abschluss der kompakten Reise war die norwegische Hauptstadt. Oslo hat sich in den letzten Jahren sehr stark zum Vorteil verndert und kann nach unserer Auffassung mit Bergen jetzt durchaus konkurrieren. Natrlich wollten viele der Gruppe erst mal in die Stadt gehen, das Knigshaus und die "Karl Johans Gate", die Hauptfugngerzone Oslos mit dem Hardrock Cafe besuchen. Die Stadtrundfahrt folgte als nchster Programmpunkt. Sie bot einen groen berblick ber die riesige, aber von der Einwohnerzahl her (480.000 EW) eher kleinere Stadt. Einer der Hhepunkte war der Besuch des Holmenkollens, die wichtigste Erhebung der Hauptstadt.

Die dortige Skischanze wurde von der Gruppe regelrecht erstrmt, um "in der Zeit" zu bleiben. Besonders Interessierte durchstberten an einem Tage fnf Museen! Oslo hatte es der Gruppe wirklich angetan. Es ist in den letzten Jahren sehr viel, vor allem am Hafen gebaut worden. Dort sind richtig mediterrane Hafengassen mit viel Kneipen, Staencafes usw. entstanden, die man der Stadt eigentlich gar nicht zugetraut htte. Hervorzuheben ist auch noch der Vigeland - Park, der mit seinen unzhlig vielen steinernen Skulpturen und dem grozgig gestalteten Park einen tollen Kontrast zur anschlieenden geschftigen Stadt darstellt.

"Ich habe Norwegen kennen und lieben gelernt", sagte eine 17-jhrige Teilnehmerin. Sie sprach vielen Reiseteilnehmern aus dem Herzen.

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