"JUMO"-Unternehmensgruppe setzt Wachstumskurs fort

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Fulda. Auch im Jahr 2013 konnte das Fuldaer Unternehmen seine Position auf dem Markt behaupten.

Fulda. Die Fuldaer "JUMO"-Unternehmensgruppe konnte sich auch 2013 in einem anspruchsvollen Markt behaupten und ist deutlich gegen den Branchentrend gewachsen. Der konsolidierte Umsatz stieg um sechs Prozent, die Zahl der Mitarbeiter wuchs um 6,5 Prozent. Der Umsatz der gesamten deutschen Elektroindustrie ist nach Auskunft des Branchen-Fachverbandes "ZVEI" im Jahr 2013 hingegen um 2,4 Prozent zurückgegangen."Das letzte Geschäftsjahr ist für uns sehr erfreulich verlaufen. Trotz der schwierigen Marktsituation in Europa konnten wir unseren Umsatz von 205 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 218 Millionen Euro steigern. Seit 2010 ist unser Umsatz damit um fast 22 Prozent gewachsen", erläutert Bernhard Juchheim, geschäftsführender Gesellschafter der "JUMO"-Unternehmensgruppe. "JUMO" Deutschland konnte den Vorjahresumsatz um sechs Prozent auf 161 Millionen Euro steigern, das Wachstum der Tochtergesellschaften betrug acht Prozent. Der Auftragsbestand betrug Ende letzten Jahres knapp 44 Millionen Euro.Die Exportquote des Unternehmens blieb stabil bei 54 Prozent. Das sind rund zwei Prozent mehr als der Branchendurchschnitt in Deutschland. "Wir setzen unseren Erfolgskurs als High-Tech-Anbieter für Sensor- und Automatisierungstechnik erfolgreich fort. Mit innovativen Produkten erschließen wir immer weitere Märkte rund um den Globus", bestätigt Michael Juchheim, der mit seinem Vater als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen lenkt.Dank der soliden finanziellen Lage und der guten Liquidität konnten in Deutschland 2013 Investitionen in Höhe von 9,5 Millionen Euro getätigt werden. Mehr als 800.000 Euro wurden allein in neue Maschinen wie eine Widerstands-Schweissanlage oder in eine neue Verguss- und Kalibrieranlage investiert. "Durch solche Anschaffungen sichern wir unseren technischen Vorsprung und schaffen die Grundlage für Produkt-Neuentwicklungen", bekräftigt Michael Juchheim.

Die "JUMO"-Unternehmensgruppe beschäftigte Ende 2013 weltweit 2.140 Mitarbeiter, das waren 6,5 Prozent oder 131 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. "Dieser deutliche Beschäftigungsaufbau ist eine aktive Maßnahme zur Fachkräftesicherung", betont Bernhard Juchheim. Denn der "Kampf um die besten Köpfe" sei mittlerweile nicht mehr nur im Handwerk sondern auch in der Industrie spürbar. Am Standort Fulda waren 1.284 Personen beschäftigt, davon 105 Auszubildende. In den Niederlassungen und Büros im Inland waren 43 Mitarbeiter angestellt, in den ausländischen Tochtergesellschaften 813. Überdurchschnittlich hoch ist bei "JUMO" nach wie vor die Ausbildungsquote. So konnten im letzten Jahr 31 neue Auszubildende, BA-Studenten und Jahrespraktikanten eingestellt werden.

Die Türkei ist einer der größten Wachstumsmärkte Europas. Seit 2002 legte das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um rund sechs Prozent zu. "JUMO" ist seit 2008 mit einer eigenen Tochtergesellschaft am Bosporus vertreten und konnte vor allen Dingen im Energiesektor und der Abwassertechnik vom türkischen Wirtschaftswunder profitieren. Aufgrund des rasanten Wachstums waren die bisherigen Räumlichkeiten zu eng geworden und im letzten Juni wurde eine neue, sechs Mal so große Bürofläche bezogen.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ist nach letzten Prognosen im Jahr 2013 nur um etwa 0,4 Prozent gewachsen. Die Aussichten für das Jahr 2014 sind ebenfalls sehr verhalten und bewegen sich zwischen 1,2 und zwei Prozent. Die deutsche Elektroindustrie rechnet mit einer Umsatzsteigerung von zwei Prozent. Die "JUMO" Unternehmensgruppe hat sich klar zu einem überdurchschnittlichen Wachstum bekannt und plant im Jahr 2014 eine Umsatzsteigerung von acht Prozent auf dann 235 Millionen Euro. Die Geschäftsentwicklung der ersten Monate lässt laut Bernhard und Michael Juchheim dieses Ziel als realistisch erscheinen.

"Wir spüren den immer härter werdenden Druck durch internationale Mitbewerber und haben deshalb in den letzten Monaten durch verschiedene Maßnahmen unser Unternehmen neu ausgerichtet", erläutert Michael Juchheim. Der wichtigste Meilenstein sei dabei der Kauf eines 100.000 Quadratmeter großen Grundstücks am Firmensitz Fulda gewesen, auf dem in den nächsten Jahren ein neues Werk für 600 Mitarbeiter errichtet wird. Es sei keine Selbstverständlichkeit, Unternehmenserweiterungen dieser Größenordnung noch in Deutschland zu planen. "Wir haben uns bewusst dazu entschieden, im Inland mit unseren qualifizierten Fachkräften weiter zu wachsen. Das gehört auch ein Stück weit zu unserer Tradition als Familienunternehmen", so Michael Juchheim.Mit dem Ausbau des Branchenmanagements führt "JUMO" die interne Neuausrichtung fort. "Wir entwickeln uns mehr und mehr vom Komponenten- zum Systemanbieter. Dazu gehört auch die immer stärkere Fokussierung auf klar definierte Zielbranchen und deren Bedürfnisse", erläutert Michael Juchheim. Nachdem im Unternehmen bereits seit einigen Jahren erfolgreich ein Branchenmanagement für die Bereiche Pharma & Food etabliert wurde, ist seit Anfang des Jahres auch ein Branchenmanager für den Bahnsektor im Einsatz. Weitere werden – so Juchheim – noch in diesem Jahr folgen.

Der Produktbereich "Temperatursensoren" der "JUMO" konnte 2013 das stärkste Umsatzwachstum im Unternehmen verzeichnen. "Von den 270 Mitarbeitern wurden im letzten Jahr mehr als fünf Millionen Temperaturfühler und 11,5 Millionen Temperatursensoren gefertigt", erklärt Michael Juchheim. Der Umsatz hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Im Bereich der Temperaturfühler für Wärmemengenzähler ist "JUMO" damit Weltmarktführer.

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