Für junge Menschen: „Netzwerk Schulen“ begeistert Initiatoren und Teilnehmer im Landkreis Fulda

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Gestern stellten Stefan Schunck, Antje Neiße, Gabriele Wehner-Raschke, Peter Vater, Martina Sohmen-Kött und Waldemar Dombroski das "Netzwerk Schulen" vor.

Großenlüder - „Unser Netzwerk hat sich gewandelt“, so der erste Vorsitzende und Gründervater des „Netzwerk Schulen – fit für die Ausbildung“, Peter Vater, am Dienstag im Gespräch mit der Presse an der Lüdertalschule in Großenlüder. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda Waldemar Dombrowski, Stefan Schunck, „IHK“-Hauptgeschäftsführer, Projektleiterin Martina Sohmen-Kött, Berufsberaterin Gabriele Wehner-Raschke und Schulleiterin Antje Neiße stellte Vater das Netzwerk für junge Leute vor.

Angefangen hat alles im Jahr 2000 unter dem Namen „Netzwerk Hauptschule“. „Damals wollten wir Hauptschüler für den Ausbildungsmarkt attraktiv machen“, so Vater zur Grundidee des Netzwerks. „Doch die Zeiten haben sich gewandelt“, fügte Dombrowski an. In der Region herrsche die niedrigste Arbeitslosenquote seit 30 Jahren. „Heute müssen sich die Unternehmen bei den neuen Auszubildenden bewerben“, so der Agentur-Geschäftsführer. Das Netzwerk diene als Präventionsmaßnahme. „Wir fangen früh an, die Schüler fit für den Arbeitsmarkt zu machen. In diesem einem Schuljahr ist die Entwicklung der Teilnehmer deutlich zu erkennen“, zeigt sich Vater stolz. Seit einigen Jahren ist das Netzwerk auch für Realschüler zugänglich. Angeboten wird es in zehn verschiedenen Schulen des Landkreises Fulda. Derzeit nehmen 109 Acht- und Neunt-Klässler an dem Projekt teil. In den vergangenen 17 Jahren waren es über 2.000 junge Menschen.

Seit zwei Jahren ist die „IHK“ der Projektträger des Netzwerkes. „Das ,Netzwerk Schulen’ bietet weitere Perspektiven für die jungen Menschen“, freute sich Schunck.

Schulleiterin Neiße zeigte sich begeistert und sagte: „Das Netzwerk kommt gut an, sonst würden die Schüler das nicht freiwillig machen. Sie bleiben freiwillig länger in der Schule, um etwas zu lernen.“

Diesen Eindruck bestätigten die teilnehmenden Schüler an der Lüdertalschule. Gemeinsam mit Dozentin Ursula Griebel lernen sie etwas über das Thema Ausbildung und die Möglichkeit eine weiterführende Schule zu besuchen. Individuell wird auf die Wünsche des Schülers eingegangen. Gemeinsam werden Betriebe besucht und spielerisch auf das Leben nach der Schule vorbereitet. Gefördert werden das fachliche Wissen und die Sozialkompetenz der Teilnehmer. Medienprojekte und Teamarbeit fördert die eigene Entwicklung der Schüler. Auch ein weiteres Schulpraktikum ist Pflicht für die Schüler. „Das Projekt wurde uns vorgestellt und ich fand es sehr interessant. Gerade das weitere Berufspraktikum hat mir sehr geholfen“, bericht Schülerin Ines Kniez, die ihr Praktikum in einer Notaufnahme absolviert hat. Jetzt weiß sie, dass sie nach dem Realschulabschluss das Abitur anstrebt und später Medizin studieren möchte. „Irgendwann möchte ich Kinderärztin werden“, verrät die 15-Jährige. Auch Michelle Weber resümiert, dass der weitere Einblick in das Berufsleben sehr gut war. Sie hat sich dazu entschlossen, Notfallsanitäterin zu werden.

„Ich wollte mehr über das Berufsleben erfahren“, erklärte Paul Bickert, und Jan-Luca Fierle fügt an: „Ich wollte wissen, wie man sich richtig präsentiert und einen guten Eindruck beim Vorstellungsgespräch macht.“

Auch Dinge des alltäglichen Lebens sind Themen des Netzwerks, so ist beispielsweise das alltägliche Geld überweisen ein Bestandteil des Unterrichtsstoff. Aber auch, wie es sich mit Brutto- und Netto-Einkommen verhält, wird den Schülern erklärt. Auch das Thema Versicherung und was man dabei beachten muss wird den Teilnehmern vermittelt.

In einem sind sich die Schüler einig, die Teilnahme an dem Projekt „Netzwerk Schulen“ lohnt sich. „Es ist quasi wie ein Hobby, bei dem man noch etwas für seine Zukunft tut“, fasst Michelle zusammen.

Weitere Infos zum „Netzwerk Schulen“ gibt es unter www.netzwerk-schulen.de .

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