16. Juni: Point-Alpha-Preis 2013 geht an Lech Walesa

Geisa. Der Point-Alpha-Preis für Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas in Frieden und Freiheit 2013 geht an den früheren polnischen Arb

Geisa. Der Point-Alpha-Preis für Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas in Frieden und Freiheit 2013 geht an den früheren polnischen Arbeiterführer und Staatspräsidenten Lech Walesa. Diese einstimmige Entscheidung gab das Kuratorium Deutsche Einheit heute bekannt. Walesa, ein enger Vertrauter des früheren Papstes Johannes Paul II., wird die Auszeichnung am Vorabend des 60. Jahrestages des ersten Volksaufstandes in der DDR, am 16. Juni 2013 in der Gedenkstätte Point Alpha in Empfang nehmen.

Das Kuratorium hat sich bereits Ende letzten Jahres einmütig für den legendären Gewerkschaftsführer, Friedensnobelpreisträger und späteren polnischen Staatspräsidenten Lech Walesa als Preisträger des Jahres 2013 entschieden, weil seine Verdienste im Kampf gegen die kommunistische Unterdrückungsherrschaft in hohem Maße entscheidend waren auf dem Weg zu deren Überwindung, hin zur Einheit Deutschlands und Europas in Frieden und Freiheit. Ohne Lech Walesa wären die Ereignisse von 1989/90 in der DDR und den kommunistisch regierten Ländern Osteuropas nicht vorstellbar geworden. Er war, ist und bleibt als herausragender europäischer Visionär und Patriot ein Pionier und Taktgeber des Umbruchs und des historisch einzigartigen Wandels eines großen halben Kontinents von einer Diktatur zu Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit, heißt es in der Begründung.

So steht die Würdigung des diesjährigen Point-Alpha-Preisträgers als unerschrockener Freiheitskämpfer "gerade in diesem Jahr" in einer Reihe mit denen, die beim Arbeiteraufstand in der DDR am 17. Juni 1953 und später bei den Volksaufständen in Ungarn und in Polen (1956) außerordentlich mutig versucht haben, sich vom Joch des Kommunismus zu befreien, die im "Prager Frühling" unter die Panzerketten gerieten, und die in der kraftvollen polnischen "Solidarnosc"-Bewegung zunächst unerbittlich verfolgt wurden, am Ende aber doch erfolgreich waren. In diesem Zusammenhang will das Kuratorium Deutsche Einheit auch an die Standhaftigkeit des polnischen Papstes Johannes Paul II. erinnern und an seinen großen Einfluss auf das Gelingen der großen europäischen Freiheitsbewegungen von 1989/90.

Termin: Sonntag, 16. Juni 2013, 11 Uhr im ehemaligen US-Camp Point Alpha zwischen Geisa und Rasdorf an der thüringisch-hessischen Grenze. Die Veranstaltung ist öffentlich. Alle Bürgerinnen und Bürger sind zur Teilnahme herzlich eingeladen.

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