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Kampfmittel-Sondierung im Fuldaer Schlossgarten

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Von: Bertram Lenz

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Gegenwärtig wird die Orangerieterrasse mit elektromagnetischen Sensoren auf mögliche Kampfmittel untersucht
Gegenwärtig wird die Orangerieterrasse mit elektromagnetischen Sensoren auf mögliche Kampfmittel untersucht © Lenz

Im Fuldaer Schlossgarten haben am Mittwoch die Kampfmittel-Sondierungsarbeiten begonnen. Mitarbeiter der „Bohr- und Sondierungsgesellschaft mbH“ aus Schwarzach/Main sind zu diesem Zweck mit elektromagnetischen Sensoren unterwegs.

Fulda. Das Ganze steht im Zusammenhang mit der Sanierung des Schlossgarten-Areals. Solche Untersuchungen sind Routine für die Stadt Fulda, denn bei jeder Maßnahme auf einer Freifläche ist die Kampfmitteluntersuchung nach vorgegebenem Schema Pflicht.

Bei der aktuellen Sondierung geht es um die erste Untersuchungsebene vor Ort. Hierbei kommt es entweder direkt zu einer „Freimeldung“ oder der Detektor schlägt an und es muss bis zu einer Tiefe von fünf Metern genauer untersucht werden. Meist werden bei solchen Gelegenheiten lediglich Teile von Metallschrott gefunden. Dass tatsächlich Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg identifiziert werden, ist die große Ausnahme.  

Seit Montag sind die Stahlkanten in den Wegebereichen ausgebaut. Dies betrifft den Bereich Parterre und die Orangerieterrasse. Diese ist ebenso wie die Kaisersaal-Terrasse für Besucher nicht mehr zugänglich, im Parterre wird es eine stark eingeschränkte Wegführung zur Durchquerung geben. Wie Magistratssprecher Johannes Heller vor Ort erläuterte, werden sich die Besucher des Schlossgartens „in den nächsten Wochen darauf einstellen müssen, nicht überall hinzukommen“. Gleichwohl sei man optimistisch, dass keine Überbleibsel aus dem Krieg gefunden werden. Die Stadt Fulda bittet um das Verständnis der Nutzerinnen und Nutzer.

Hintergrund

Der Schlossgarten Fulda gehörte im Zweiten Weltkrieg – nicht zuletzt wegen seiner Nähe zu den Gleisanlagen des Bahnhofs – zu den Bereichen der Stadt, die bei Luftangriffen der Alliierten Treffer zu verzeichnen hatten. Bei der Kampfmittelsondierung wird der Erdboden nach etwaigen Blindgängern und sonstigen möglicherweise noch gefährlichen Explosivkörpern oder Munitionsresten durchsucht.

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