Karitatives Kochen:Fleisch-Gelüste auf amerikanisch

Fulda. Im Hinblick auf das geplante Western-Festival vom 12. bis 14. August hatten sich sechs "Westend-Cowboys"  des Carnevals-Club Haimbac

Fulda. Im Hinblick auf das geplante Western-Festival vom 12. bis 14. August hatten sich sechs "Westend-Cowboys"  des Carnevals-Club Haimbach 1961, die beim karitativen Kochen in der Schauküche des Fuldaer Media Marktes zu Gast waren, für ein "American Style"-Menü entschieden. Als Vorspeise gab es eine samtige Süßkartoffel-Kokos-Suppe mit einem "Dash" reduzierter Soya-Sauce. Also machte sich die  "Blauschürzen-Garde" – zusammengesetzt aus Westendmarschall 2011 Jürgen Lohmann, seinem Adjutanten Jean-Pierre Zimmermann und dem ersten Vorsitzenden des CCH, Thomas Happ – daran, das orangefarbene, feste Fleisch der "Batates" sorgfältig zu würfeln. Vorjahres- Westendmarschall Theo Brähler und Adjutant Franz Heimann, die die"Weißschürzen-Garde" bildeten, zupften und hackten krause sowie glatte Petersilie für einen "Sour Cream Dip" und zerteilten Sommerzwiebeln für frittierte "Onion Rings".

Hendrik Happ, passionierter Jungkoch vom "Goldenen Karpfen", schmorte mächtige Rhöner 600 Gramm-T-Bone-Steaks, die doppelt daumendick waren, in fast zu klein geratenen Pfannen kurz von beiden Seiten an. Danach wurden die Zwischenrippenstücke zum Garen auf Blechen in den Herd geschoben.

Berufsgenosse und Starkoch Alexander Neuburger konnte gelassen zwischen den drei fleißigen Hobbyköchen wechseln, fand Gelegenheit, über die (süd)amerikanischen Wurzeln von Tomate, Paprika und Kartoffel zu referieren und sagte verschmitzt lächelnd zu den scherzenden Karnevalisten: "Ihr kocht mit mir, da hat keiner Spaß zu haben".

Man merkte deutlich, dass die "ganzen Kerle" des bald 50 Jahre jungen CCH aufeinander eingespielt sind, durch Gemeinschaftssinn, Hilfsbereitschaft und Freundschaft verbunden. Die gesellige Runde arbeitete Hand in Hand, ging effizient mit den Lebensmitteln um und hinterließ eine umsichtig aufgeräumte Küche .In einer Schaffenspause betonte Thomas Happ die gemeinnützige Bedeutung des 375 Mitglieder starken Vereins, der in diesem Jahr finanzielle Mittel für die Pfarrei Sankt Markus und die evangelische Kreuzkirche bereitgestellt hat.

"Wir sind dem Brauchtum und klaren Regeln verpflichtet. Unsere ‘Fuldaer Foaset,’  mit Hessens größtem Umzug,  findet – entgegen einer Karnevalisierung der Gesellschaft – ausschließlich vom 11. November bis Aschermittwoch statt. Auch die Galionsfigur der närrischen Gemeinde, der Westendmarschall, geht auf  die gemeinsamen  Faschingsfeiern mit den amerikanischen Freunden zurück, die uns den fürstlichen Titel als Aushängeschild und Abschiedsgeschenk vererbten", sagte Vorsitzender Happ.

Zeitgleich mit knusprigen Kartoffel-Spalten ("potato wedges") verließen saftig-rosafarbene Fleisch-Klunker und zart-gebräunte Süßkartoffel-Kegel die sengende Prärie-Hitze der drei Glutöfen. Alexander Neuburger zauberte aus Kidney-Beans, grünen Paprika und feurigem Chilli-Pulver fix eine texanische Gemüsebeilage. Die Vorfreude der "hungrigen Hyänen"  äußerte sich im Lob für den "Hauptkoch".

Da die Herzen der gestandenen Mannsbilder nach dem Genuss der "Batates-Potage" und dem "Reißen" des zweipfündigen Steaks noch weiterschlugen, delektierten sich die glorreichen Sieben noch an einem "Apple pie", einem streifenförmig gedeckten Apfelkuchen mit Walnüssen nach amerikanischem Original-Rezept.

Die Rezepte der sechs Jecken sind im karitativen Kochbuch enthalten, das "Fulda aktuell", "Dehler-Design" und der  Media Markt Fulda in der Vorweihnachtszeit herausbringen werden.

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