Katzenjammer im Tierheim Fulda

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„FIV“- "Katzenaids": Für den Menschen völlig ungefährlich

Fulda. Besuch ist für die  Katzen, die Träger des "FIV" (Felines Immundefizienz-Virus) und "FIP" (Feline Infektiöse Peritonitis) sind und im  "Tierheim Fulda-Hünfeld"  leben, eine Seltenheit.    Durch die  Hygienebestimmungen müssen sie auf der Quarantänestation des Vereins leben. Da diese in einem für Besucher nicht zugänglichen Bereich liegt, bekommen die Samtpfoten sehr selten Besuch und leider auch nur wenige Interesseten.

"Hauptsächlich ist die Unaufgeklärtheit der Interessten schuld daran, dass die Tiere bei denen ,FIV’    – auch Katzenaids genannt – festgestellt wurde wenig Aufmerksamkeit genießen", erklärt Renate Glück, Katzenbeauftragte des "Tierheim Fulda-Hünfeld".   "Der  Virus, der mit dem menschlichen ,HI-Virus’ verwandt ist, ist für den Menschen und für andere Tierarten völlig ungefährlich. Und kann ausschließlich nur von Katze zu Katze übertragen werden. Eine Ansteckung erfolgt zumeist über Bissverletzungen, die beispielsweise bei Revierkämpfen   entstehen können. Dieser Verbreitungsweg erklärt auch, warum die höchste Ansteckungsquote bei nicht-kastrierten Tieren über fünf Jahren verzeichnet    wird.

Das Tückische an diesem Virus: Er zeigt  zumeist erst einmal keine besonderen Sypmtome. Aufgrund der zunehmend geschwächten Immunabwehr kann es vermehrt zu Infektionen kommen – teilweise wird bei Behandlungen jedoch nicht festgestellt, dass die Katze an "FIV" leidet. Denn ähnlich wie beim "HIV" sind manche Stubentiger bloß Träger des Virus und die Krankheit bricht bei ihnen selbst nicht aus. Weiterhin ähneln sich der menschliche und tierische Virus auch leider dahingehend, dass wenn er ausgebrochen ist, es keine Heilung für das Tier gibt und es letzendlich an den Folgen des Virus stirbt. "Die Aufklärung über diese Krankheit und ihre Folgen ist uns sehr wichtig", betont Glück. "Wer eine Katze allein und ausschließlich in der Wohnung  halten möchte, kann ohne Probleme eine Katze, bei der   ,FIV’ erkannt wurde, adotieren. Denn auch für Virusträger ist ein normales und langes Katzenleben möglich."

Zur Zeit suchen zwölf  Katzen, bei denen der Virus festgestellt wurde, ein neues Zuhause. Stellvertretend dafür stehen der kontaktfreudige und verschmuste Seniorkater "Garfield". Der "Europäischkurzhaar-Britschkurzhaar-Mix" fällt besonders durch sein  rotgefärbtes Fell auf und freut sich über Besucher. Er lebt gemeinsam mit den "Europäischkurzhaar"- Damen "Britta" und der verschmusten "Rose"  in einem separaten Raum des Tierheims, um keine anderen Katzen anzustecken. "Wir würden uns wünschen, dass mehr Besucher Interesse an diesen Katzen haben, denn auch sie haben ein liebevolles Zuhause verdient", schließt Glück ab.Weitere Informationen  zu den Katzen  gibt es im Internet  unter www.tierheim-fulda.de oder unter der Telefonnummer 0661/607413 .

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