Kaum Platz zum Parken rund um das Autohaus Atzert- Weber

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Die Anwohner um das Autohaus Atzert- Weber beschweren sich über die chaotische Parkplatzsituation rund um das Autohaus.

Fulda. In Lehnerz rumort es. Unter vielen Bürgern. Vor allem jenen, die in der Nähe des "Volkswagen"- und "Audi"-Zentrums Fulda von "atzert:weber" wohnen. Denn dessen Mitarbeiter parken schon seit Jahren beträchtliche Teile der Straßen, Gassen und Hofeinfahrten zu. Das Hauptproblem: Die Bewohner kommen kaum von ihrem Grundstück herunter oder eben auf dieses "drauf".

"Wir haben selbst keine Parkmöglichkeiten. Die Mülltonnen werden nicht geleert. Der Winterdienst kommt nicht durch. Die Postboten müssen mitten auf der Straße halten", beklagten sich einige betroffene Anwohner bei "Fulda aktuell". "Begonnen hat alles 2009 mit der Abwrackprämie. Danach kam der Neubau des ,Audi-Zentrums’ von 2011 bis 2013 unterhalb der Shell-Tankstelle und des neuen  Parkplatzes."

Und mit dem kamen die neuen Probleme. Denn obwohl der Neubau nur mit der Auflage genehmigt wurde, 27 neue Mitarbeiter-Parkplätze zu schaffen, funktioniert die Parksituation vor Ort nicht. Zwar seien die Mitarbeiter-Parkplätze als solche ausgewiesen und auch mit entsprechenden Schildern gekennzeichnet, jedoch würden diese mit Neuwagen zugestellt.  Mitarbeiter hätten den sich beschwerenden Anwohnern berichtet, sie  dürften nicht auf dem Firmengelände parken, allenfalls Frauen könnten auf das Grundstück fahren. Und wohl auch Gespräche mit der Chefetage hätten nichts gebracht. Es gebe von dieser Seite eindeutige Ansagen, es sei egal, wo die Firmenangehörigen parkten – nur eben nicht auf dem Betriebsgelände. Man soll sogar mitAbmahnungen gedroht haben.

Auch eine Ortsbegehung vor rund zwei Jahren, noch zur Amtszeit von Dr. Wolfgang Dippel als Fuldaer Bürgermeister, mit dem Ordnungsamt und Anwohnern hatte nicht den gewünschten Erfolg und eine befriedigende Lösung für alle gebracht. Und dass Mitarbeiter von "atzert:weber" am zehn bis 15 Minuten Fußweg entfernten Sportplatz Lehnerz parkten, sei denen im Prinzip nicht zuzumuten, da wäre schon die Mittagspausenzeit aufgebraucht.

Der Lehnerzer Ortsvorsteherin Doreen Jünnemann (CDU) sind die Turbulenzen um "Atzert" bekannt. Immer wieder sei die Park-Problematik von Anwohnern aber auch von Mitgliedern des Ortsbeirates an sie herangetragen worden, wirklich geändert habe sich aber bis dato nichts. Jünnemann ist sich der Brisanz bewusst, deshalb strebt sie endlich eine einvernehmliche Lösung an. Die Ortsvorsteherin hat für die nächste Gemeinderatssitzung im Januar in Lehnerz kompetente Ansprechpartner der Stadt Fulda vom "Amt für Straßen- und Verkehrswesen" und die Bewohner der tangierenden Straßen eingeladen. "Das ist schon zweieinhalb bis drei Jahre eine brisante Angelegenheit. Alle müssen zu Wort kommen und wir gemeinsam versuchen, das Problem endlich einer positiven Lösung zuzuführen", so die Ortsvorsteherin.

Geschäftsführer Philipp Atzert äußerte sich zur Problematik mit folgendem Statement gegenüber "Fulda aktuell": "Die atzert:weber Gruppe betreibt den Standort in Lehnerz seit nunmehr zwölf Jahren. Wir sehen uns als Dienstleistungs- und Familienunternehmen, welches sich in Lehnerz grundsätzlich beheimatet fühlt. Die beschriebene Parkplatzsituation wurde mit dem Neubau des ,Audi Zentrums Fulda’ 2013 ausführlich mit allen beteiligten Personen beziehungsweise  Interessengruppen besprochen. Lösungsvorschläge wurden erarbeitet, besprochen und soweit wie möglich umgesetzt.Bei hohem Lagerwagenaufkommen auf dem Firmengelände, welches saisonal abhängig ist, wurde eine Kooperation mit dem TSV Lehnerz abgeschlossen. Diese sieht vor, dass als alternative Parkmöglichkeit der Parkplatz am Sportplatz des TSV mitgenutzt wird. Des Weiteren hat das ,Ordnungsamt Fulda’  Vorschläge zur neuen Beschilderung in den betroffenen Straßen vorgetragen. Warum dies nicht umgesetzt wird, entzieht sich unserer Kenntnis."

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