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Kehl kochte: Fußball-und Tafelkünste

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Fulda. "Spinat!" Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen, auch wenn sie für einen vierjährigen Steppke eher untypisch war. Luis Keh

Fulda. "Spinat!" Die Antwort kam wie aus der Pistole geschossen, auch wenn sie für einen vierjährigen Steppke eher untypisch war. Luis Kehl ist eindeutig dem grünen Blattgemüse zugetan, "aber nur, wenn es der Papa kocht, dann schmeckt es auch wirklich gut."Sein Vater Sebastian Kehl ist der berühmte Fußballnationalspieler und aktuell mit Borussia Dortmund Deutscher Meister geworden. Offenbar wurden ihm nicht nur die Fußball-,  sondern auch die Koch-Gene mit in die Wiege in Lahrbach gelegt.

Am Donnerstag jedenfalls stellte Sebastian mit seinem Vater Dieter und Bruder Benjamin Kehl im Rahmen der karitativen Koch-Events im Media Markt Fulda auch sein koch-technisches Talent unter Beweis.  Was die "drei Kehls" getreu dem Motto "Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen" unter Zugegensein zahlreicher Zaungäste und Autogrammjäger in die Schauküche des Media-Marktes zauberten, war aller Ehren wert.

Schon beim Lesen der Lieblingsrezepte der charmanten Rhöner Köche lief einem das Wasser im Munde zusammen: Rhönforelle auf Mandel und Fenchel, Rhön-Lamm mit Sellerie, Saubohnen und Zwiebeln, Schwarze Johannisbeere – kalt, warm, flüssig, schaumig cremig. Wobei Bezug und Bekenntnis zur Region eindeutig dokumentiert waren, und nicht zuletzt auch dadurch, dass Familie Kehl ihre Produkte und Lebensmittel selbst mitbrachte und für den guten Zweck der Kochveranstaltung zur Verfügung stellte.

In der vierten Generation mittlerweile kochen Kehls in Tann-Lahrbach für ihre Gäs­te, Sebastian sollte eigentlich die Tradition fortführen. Doch dann kam ein anderer Beruf, nämlich der des Profi-Fußballers "dazwischen."  Irgendwann einmal hat der Sebastian dann  – scherzhaft! – zum Vater gesagt: "Papa, du hättest was Vernünftiges lernen sollen." Nun, der "Vernünftige" in der  Familie war schließlich der jüngste Sohn Benjamin.  Der 28-Jährige führt den Betrieb gemeinsam mit dem Vater. Und schießt als "Hobbyfußballer" beim SV Lahrbach  so nebenbei – natürlich in einer niedrigeren Liga, aber immerhin!  – weitaus mehr Tore als sein großer "Profi-Bruder".

Wenn der Zeit hat, dann bekocht er Zuhause auch schon mal die Familie, Lebensgefährtin Tina Krüger und die Kinder Luis und Leni. Sebas­tian Kehl: "Ich arbeite viel mit dem Wok, auch der Kinder wegen. Wir essen sehr fettarm und gesund." Wie es sich für einen Fußball-Profi eben gehört – professionelles Verhalten. "Ohne körperliche Belastung  würde ich schon so ein bis zwei Kilo im Urlaub zunehmen, die ich mir dann durch zusätzliche Laufeinheiten wieder abtrainieren müsste." Auf Trab gehalten werden Sebastian und Tina auch durch ihre beiden Kids, und können dabei während ihrer "Heimaturlaube" auch auf die tatkräftige Unterstützung der Großmütter zählen. Die werden dann mit Spagetti und Fisch verwöhnt und belohnt. Petra Krüger: "Das Kochen kann der Sebastian sehr gut, das hat er voll drauf, das muss wohl doch an den Genen liegen."

Und die Basis für die fünfte Koch-Generation im Hause Kehl ist auch schon gelegt. Auf die Frage von Media Markt Chef Peter Henkelmann – er begrüßte seine Gäste standesgemäß mit einem Meisterschal von Borussia Dortmund –, wer denn in der Kehl’schen Küche die Kochmütze aufhat, kam die prompte Anwort von Dieter: "Eindeutig der Luis, wenn er da ist!"

Das Koch-Event mit der Familie Kehl reihte sich nahtlos ein in die erfolgreiche gemeinsame Veranstaltungsreihe von "Fulda aktuell", dem Media Markt Fulda, Dehler Design  und Alexander Neuburger von "Campus Culinarius",  bei der Prominente der Region ihre Lieblingsgerichte verraten.  Die gesammelten Rezepte werden am Ende der Serie in einem hochwertigen Kochbuch zusammengefasst, dessen Erlös einem karitativen Zweck zu Gute geführt wird – den Hospizen "Kleine Helden" in Hünfeld und "St. Elisabeth" in Fulda.

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