Kein Ausländerproblem bei der "Fuldaer Tafel"

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Bei der „Fuldaer Tafel“ gibt es bis dato keine Probleme mit ausländischen Kunden.

"Tafel"-Vorsitzender Wolfgang Arnold: In Fulda werden alle Kunden gleich behandelt - egal welcher Nationalität.

Fulda - Die „Essener Tafel“ ist durch den Ausschluss von ausländischen Mitbürgern in die Kritik geraten (siehe dazu auch „Klartext“-Kommentar auf Seite 2). Grund genug für „Fulda aktuell“, bei der „Fuldaer Tafel“ und dem hiesigen Vorsitzenden Wolfgang Arnold nachzufragen, wie sich die Situation in der Fuldaer Weserstraße darstellt.

„Bisher keine Probleme“

„Der Ausländeranteil bei uns liegt bei etwa 40 Prozent“, so Arnold. Bei der „Fuldaer Tafel“ gibt es Probleme wie beispielsweise Rangeleien oder Pöbeleien zwischen deutschen und ausländischen „Tafel“-Kunden nicht. „Noch nicht“, sagt Arnold. „Ich schließe nicht aus, dass deutsche Kunden ausgeblieben sind“, fügt er hinzu.

In Essen werden – trotz der offenen Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel – weiterhin keine ausländischen Mitbürger mehr aufgenommen. „Ich halte von einer Aussperrung der Ausländer nichts, denn das wäre integrativen Maßnahmen gegenläufig“, konstatiert Arnold. „Das Grundgesetz in Artikel 1 sagt: ,Die Würde des Menschen ist unantastbar’. Es heißt dort nicht: ,Die Würde der Deutschen ist unantastbar’. Damit ist alles gesagt. So lange ich Vorsitzender bin, werden Deutsche nicht bevorzugt behandelt“, macht der Fuldaer „Tafel“-Vorsitzende seinen Standpunkt klar.

Andere Sanktionen

„Sollte es rüpelhaftes Verhalten von jungen Ausländern geben, gibt es andere Möglichkeiten zu sanktionieren“, so Arnold. Man könne die betreffenden Menschen beispielsweise für eine bestimmte Zeit vom „Tafel“-Besuch ausschließen. „Die Lebensmittelausgabe ist nämlich eine freiwillige Leistung“, sagt er. Kranke und behinderte Menschen mit Ausweis werden bei der „Fuldaer Tafel“ ohnehin bereits bevorzugt bedient. Die „Fuldaer Tafel“ ist dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 13 bis 16.30 Uhr geöffnet. Wer sich ehrenamtlich engagieren, Lebensmittel oder Geld spenden möchte, findet unter www.fuldaer-tafel.de weitere Informationen. Derzeit sind 4.099 Menschen als Kunden bei der „Fuldaer Tafel“ registriert, darunter 1.500 Kinder.

Klartext-Kommentar von Christopher Göbel

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