Kein Feuerwerksverbot für Fulda

Die "Deutschen-Umwelt-Hilfe" fordert ein bundesweites Verbot: Fulda prüft derzeit den Antrag.

Fulda - Silvester ohne Feuerwerke scheint vielen kaum vorstellbar. Aber genau das möchte die Deutsche Umwelt-Hilfe (DUH) bundesweit durchsetzen. Die Feinstaubbelastung, gerade am ersten Tag des neuen Jahres, sei vielerorts viel höher als das restliche Jahr über. Denn es würden jährlich zwischen 100 und 150 Millionen Euro in die Luft geschossen und dabei rund 4.500 Tonnen Feinstaub frei gesetzt. Diese Menge entspreche in etwa 16 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge.

Wie schnell die Feinstaubbelastung nach dem Silvesterfeuerwerk abklingt, hängt vor allem von den Wetterverhältnissen ab. Bei windschwachen Wettersituationen verbleiben die Schadstoffe über viele Stunden in der Luft. Die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Luftqualität und saubere Luft für Europa, trat bereits im Mai 2008 in Kraft. Darin wurde festgelegt, dass langfristig europaweit eine Luftqualität erreicht werden sollte, von der keine Gefahren für Mensch und Umwelt ausgehet.

98 Städte betroffen

Aus diesem Grund reichte die DHU nun in 98 deutschen Städten, unter anderem in Fulda, ihren Antrag zum Feuerwerksverbot für Privatverbraucher ein. Die Stadt Fulda überprüft derzeit den Antrag. Dieses Jahr wird es allerdings noch keine Einschränkungen geben, versichert Pressesprecher Johannes Heller auf Anfrage von „Fulda aktuell“. Für Fuldas Innenstadt gelten die gewohnten Regelungen und Verbote. Danach sind Feuerwerke in der Nähe von Fachwerkhäusern, Kirchen, Krankenhäusern und Altersheimen verboten. Ein generelles Feuerwerksverbot gibt es allerdings noch nicht. Nach Informationen der Stadtverwaltung und dem hessischen „Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie“, liegt die Stadt Fulda unter der gesetzlichen Obergrenze von 40 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter. Pressesprecher Heller legt der Bevölkerung dennoch nahe ihr Verhalten mit Feuerwerkskörpern zu überdenken.

Wer zur Verminderung der Feinstaubbelastung in der Silvesternacht beitragen möchte, könne sein persönliches Feuerwerk einschränken oder sogar ganz darauf verzichten.

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