Kein Kuschelknast !

Von HANS-PETER EHRENSBERGEREs herrscht Wahlkampf in diesem, unserem Hessenlande (sowie in drei weiteren Bundeslndern im Jahre 2008 auch noch). D

Von HANS-PETER EHRENSBERGER

Es herrscht Wahlkampf in diesem, unserem Hessenlande (sowie in drei weiteren Bundeslndern im Jahre 2008 auch noch). Da mag mancher Politiker ein wenig ber das Ziel hinausschieen, nicht jedes einzelne seiner vielen Worte auf die Goldwaage legen lassen, gewisse Vorstellungen berspitzt formulieren. Politische Gegner reden dann gleich von Populismus, obwohl ein solcher Begriff in diesem speziellen Falle gnzlich fehl am Platze ist und eigentlich mit einer Zunge, d.h. parteibergreifender Einigkeit gesprochen, besser: gehandelt (!) werden sollte. Stichwort: Jugendkriminalitt.

Trauriger Anlass fr die aktuelle hitzige Debatte ist der brutale berfall in einer Mnchener U-Bahn, bei dem zwei 17- und 20-Jhrige einen Rentner fast totschlugen. Verunsicherte Brger fragen sich nicht erst seit diesem schlimmen Vorfall, was denn noch alles passieren muss, damit endlich etwas geschieht, rufen nach disziplinierendem Drill und wirksamerem Druck auf heranwachsende Intensivstraftter.

Seitens der Politik, Justiz und Gesellschaft ist mehr denn je ein breites Bndnis gegen jugendliche Kriminelle gefordert. Wenn in diesem Zusammenhang dann konservative Kreise von ungeschminkten Fakten, alarmierenden Zahlen und dem hohen Auslnderanteil unter jugendlichen Strafttern reden, dann darf dies nicht zu einem Tabu-Thema erklrt werden. Freilich sollten die richtigen Schlsse gezogen und zuallererst eine integrativere Einbrgerungspolitik betrieben werden was auch etwas mit Elternhaus, Schule und Ausbildungspltzen zu tun hat.

Serienstraftter indes mssen mit der ganzen Hrte des Gesetzes abgeurteilt, am Ort ihrer Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werden. Diesbezglich reicht der derzeit geltende Gesetzesrahmen nicht aus, und schon bei den bestehenden Sanktionsmanahmen fehlt es nicht selten an einer konsequenten richterlichen Umsetzung. Erziehungscamps und Abschiebungen (Mehmet lsst frech gren) drften nicht den erhofften Erfolg bringen, zumal rund 70 Prozent der Intensivtter mit Migrationshintergrund aufgrund von EU-Recht gar nicht ausgewiesen werden knnen.

So ist eine Verschrfung des Jugendstrafrechts dringend erforderlich. Warum sollten 18- bis 21-jhrige hochgradig aggressive Heranwachsende, die Autofahren und whlen drfen, nicht voll verantwortlich wie Erwachsene behandelt, kurzfristig mit einem Warnschuss-Arrest erzogen und im Wiederholungsfalle mit lngeren und sprbaren Strafen belegt werden knnen?

Der bange Brger, die rechtschaffene (bisweilen zu lange schweigende)Mehrheit hat genug von Betroffenheitsgelaber, wachsweichen Gerichtsurteilen, fruchtlosen Endlosdebatten, Erlebnispdagogik und Kuschelknast. Setzen wir dem alle ein Mehr an Zivilcourage entgegen, nicht zuletzt dann, wenn es darum geht, bedrohten Mitmenschen zu helfen!

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