Kein Spielball: Brand setzt sich für K+S-Beschäftigte ein

Neuhof. Die ber 700 Beschftigten und ihre Familien drfen nicht als Spielball von politischen Profilierungsversuchen missbrauc

Neuhof. Die ber 700 Beschftigten und ihre Familien drfen nicht als Spielball von politischen Profilierungsversuchen missbraucht werden, mahnte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Brand und forderte alle Beteiligten auf, den erkennbaren Korridor zwischen Umweltschutz und Arbeitspltzen sachgerecht auszuloten und zu nutzen.

Brand hatte mit dem Betriebsrat von K+S im Werk Neuhof-Ellers die Lage der Beschftigten anlsslich der aktuellen Diskussion um das Werk und um die so genannte Salzwasser-Pipeline errtert. Brand betonte, dass er den Bau einer Salzwasserleitung fr kologisch klar vertretbar und konomisch sinnvoll halte. Die aktuelle Debatte werde von manchen ohne vertiefte Sachkenntnis, nicht sachgerecht, und zum Teil schlicht unverantwortlich gefhrt.

Betriebsrat Michael Diegmller, Friedrich Nothelfer von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) sowie die Vertrauensleute im Neuhofer Werk stellten ihre Forderungen an die Politik auf: Umwelt darf nicht gegen Arbeitspltze ausgespielt werden aber auch umgekehrt gilt der Erhalt von Beschftigung als hochrangiges Ziel! Die Interessen der Arbeitnehmer drften nicht aus dem Auge verloren werden, so die Vertreter der Arbeitnehmer im Werk.

Der Fuldaer CDU-Bundestagsabgeordnete verwies auf die enorme Erholung des Flusses Werra durch aktiven Schutz des Flusses seit der Deutschen Einheit. Der SED-Staat der DDR habe die Werra durch ungehemmte Salzeinleitung schlicht abgettet, so Brand. In den letzten 15 Jahren habe sich die Werra sprbar erholt, die Artenvielfalt hat deutlich zugenommen. Daran htten auch die konkreten Verbesserungen im betrieblichen Ablauf von K+S ihren Anteil.

Fr die Zukunft der Werra und die Zukunft des Werkes Neuhof-Ellers allerdings msse K + S auch ein deutliches Signal setzen fr die weitere Reduzierung der Chlorid-Grenzwerte, sagte Brand, der auch dem Umweltausschuss des Deutschen Bundestages angehrt. Der Dngemittelhersteller msse hier ganz konkret seine Hausaufgaben erledigen. Dabei gelte aber: Das technisch und finanziell Machbare muss im Blick auf Umwelt und Beschftigung der Mastab sein. Die Genehmigungsbehrde werde den in diesem Zusammenhang von K+S angekndigten Genehmigungsantrag zur Salzwasser-Pipeline sicher grndlich und sehr genau prfen.

Handlungsbedarf sieht Brand auch beim derzeitigen Abtransport des Salzwassers per LKW. Das kann keine Lsung auf Dauer sein, stellte Brand angesichts der Belastungen fr die Anwohner von Neuhof bis Eiterfeld im Landkreis Fulda und darber hinaus fest. K+S msse sich hier schon die Frage gefallen lassen, warum man mit der Prognose des Versenkraums fr Salzwasser derart daneben gelegen habe, dass zu dieser drastischen Manahme gegriffen wurde. Nun msse mglichst rasch, mglichst konsequent und mglichst umweltschonend gehandelt werden, appellierte der Bundestagsabgeordnete.

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