Keine Alternativen? Anwohner in Neuenberg fühlen sich wegen Feuerwachen-Neubau im Stich gelassen

Die Anwohner im Wiesenweg sind verärgert.
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Die Anwohner im Wiesenweg sind verärgert.

Wegen des geplanten Neubaus der Fuldaer Feuerwache gehen derzeit Anwohner auf die Barrikaden.

Fulda - Der „Wiesenweg“ in Fulda-Neuenberg ist eine kleine Straße. Hier stehen wenige Häuser und der Turm der Feuerwache ragt majestätisch über das Gebiet. Doch derzeit gibt es Ärger bei den Anwohnern der Straßen „Wiesenweg“ und „Am Rasen“.

Grund dafür ist die Umbaumaßnahme der Fuldaer Feuerwache, die bereits im August dieses Jahres beginnen soll. Dabei soll das Gelände für die Feuerwache in Richtung Bardostraße vergrößert werden. Das alles ist jedoch nicht der Knackpunkt, der die Anwohner jetzt auf den Plan gerufen hat.

„Wir fühlen uns von der Stadt Fulda im Stich gelassen“, sagt Silke Hillmann für die Interessengemeinschaft der Neuenberger Anwohner. Diese haben erfahren, dass die Stadt beziehungsweise das auswärtige Architekturbüro plant, die Zu- und Abfahrt zur auf zwei Jahre angelegten Baustelle der Feuerwache durch ihre Straßen zu führen. Von der Hauptstraße (Sickelser Straße) sollen – so die Anwohner – die Bau-Lastwagen durch die Straßen „Am Rasen“ und „Wiesenweg“ zum Hintereingang des Feuerwachen-Areals geführt werden. Und das sowohl zur als auch von der Baustelle weg.

Schreiben an den Stadtbaurat

„Wir haben ein von zahlreichen Anwohnern unterschriebenes Schreiben an Stadtbaurat Daniel Schreiner verfasst und ihm unser Problem geschildert“, sagt Hillmann. Darin erwähnen die Anwohner, das die Parksituation im betreffenden Wohngebiet bereits jetzt angespannt sei und das für die Bauzeit geplante absolute Halteverbot im „Wiesenweg“ sowie ein einseitiges Halteverbot „Am Rasen“ die Anwohner belasten würde. „Es müssen genügend Parkplätze für die Anwohner in erreichbarer Nähe ihrer Wohnungen vorhanden sein“, heißt es in dem Schreiben. Ein weiteres Probleme sehen die Anwohner beispielsweise in der Müllabfuhr während der Bauzeit.

Die Anwohner rechnen auch damit, dass durch die starke Beanspruchung durch den zu erwartenden Schwerlastverkehr die Straßen saniert werden müssen. „Werden wir dann als Anwohner bei den Kosten herangezogen?“, fragt Manfred Baier. „Und wer trägt die Kosten für die verschmutzten Straßen?“, fügt Peter Will hinzu. „Schäden, die über die bekannten hinausgehen, werden über eine Beweissicherung ermittelt“, sagt Stadtbaurat Schreiber auf Nachfrage von „Fulda aktuell“. „Wir sind bereits durch die Baumaßnahmen an der Bardostraße einer hohen Lärmbelästigung ausgesetzt. Und das soll jetzt noch zwei Jahre auf der anderen Seite weitergehen?“, empört sich Hillmann.

Man habe direkt nach Erhalt des Schreibens einige Anwohner zu einem gemeinsamen Gespräch mit der seiner Referentin eingeladen, führt Schreiner weiter aus. „Wir danken der Stadt, dass mit uns gesprochen wurde“, sagt Hillmann. „Weniger erfreulich war aber die Art des Umgangs mit uns“, klagt sie. „Uns wurde gesagt, dass es im Frühjahr 2018 eine Informationsveranstaltung geben soll. Baubeginn ist aber bereits im August dieses Jahres“, erklärt die verärgerte Anwohnerin. Dazu Schreiner auf Anfrage unserer Zeitung: „Eine Infoveranstaltung zum Ablauf der Baumaßnahme ist – mit geeignetem Vorlauf – zu gegebener Zeit vor der Bauausführung geplant.“

„Absolut widersinnig“

Laut den Anwohnern in Neuenberg könne für die Baustelle entweder die derzeitige Hauptzufahrt zur Feuerwache oder auch eine Behelfszufahrt von der Sickelser Straße genutzt beziehungsweise gebaut werden. „Es erscheint absolut widersinnig, die Baufahrzeuge auf dem geplanten, weiteren Weg zu führen“, so die Anwohner. Es werde jedoch von Seiten der Stadt „offenkundig nicht über weitere Alternativen nachgedacht“. Dass die Feuerwehr-Hauptzufahrt nicht geeignet sei, wird seitens der Stadt damit erklärt, dass dann der Einsatzverkehr nicht garantiert werden könne. „Wir betonen: Bei der Größe des Geländes müsste eine andere Stelle als Baustellenzufahrt möglich sein – wenn man denn wollte“, so die Anwohner.

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