Keine Rettung für die Trauerweide: Morgen wird der Baum gefällt

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Manfred Storch, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Fulda
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Stefan Retter, Amtsleiter des Amtes für Grünflächen und Stadtservice der Stadt Fulda
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Carsten Bohl, zuständiger Mitarbeiter für den Bereich Park und Garten
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Es wurde alles versucht, doch es gibt keine Rettung für die rund 110 Jahre alte Trauerweide in Fulda. Morgen wird der Baum gefällt.

Fulda - Die Nachricht über die Fällung der Trauerweide an der Ecke Brauhausstraße/Rangstraße schockte die Bürger in Fulda. Sie gehört zum Stadtbild wie der Dom, doch der Beschluss ist nicht umkehrbar, die Trauerweide muss gefällt werden. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, aber die Trauerweide ist ein Risiko für Menschen", erklärt Stefan Retter, Amtsleiter des Amtes für Grünflächen und Stadtservice der Stadt Fulda. Halbjährlich soll die Weide von Mitarbeiter des Amtes auf ihren Zustand geprüft worden sein. "Seit 20 Jahren betrachten wir die Trauerweide und versuchen alles Mögliche, sie zu erhalten", so Retter weiter. Nun geht nichts mehr, alle Möglichkeiten seien ausgeschöpft. 

"Wir wollen einen Beweis, dass die Trauerweide tatsächlich eine Gefahr ist", sagt Klaus Chrostek, Mitglied des Naturschutzbeirates Fulda. Gemeinsam mit dem Grünenpolitiker Walter Rammler möchte er für den Erhalt der Trauerweide kämpfen. "Wie wäre es mit einem anderen Gutachten? Vielleicht kennt jemand eine andere Möglichkeit", meint Rammler. Das Thema sei sehr emotional, denn die Naturschützer können nicht verstehen, dass der so vital aussehende Baum nicht mit zu retten sei.

Mit zehn Prozent Restwanddichte sei die Gefährdung, die von der Trauerweide ausginge viel zu hoch. "Es wird bereits nach einem neuen Baum gesucht, der an dieser Stelle gepflanzt werden kann", so Retter. Der sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht festlegen könne, welche Baumart es werden wird. "Der Baum muss mit den Begebenheiten hier zurecht kommen", sagt der Amtsleiter.

Der Antrag für die Fällung würde auch von der Unteren Naturschutzbehörde unterstützt. "Mir blutet das Herz, ich kenne die Trauerweide seit dem ich ein kleiner Junge war, aber es geht nicht anders", sagt Manfred Storch, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Fulda.

Am morgigen Dienstag wird die Fällung der Trauerweide ab 9 Uhr beginnen. Durch die Arbeiten kann es zu Behinderungen des Verkehrs kommen. Ebenso ist ein "friedliches Zusammentreffen" von Walter Rammler geplant. "Die Trauerweide wird dann Stück für Stück abgetragen", so Retter. "Das Leben ist endlich und mit ihren rund 110 Jahren hat die Weide für diesen Standort ein hohes Alter erreicht."

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