Keine Revolution: Thomas Hering möchte für die CDU in den Landtag

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Thomas Hering, möglicher designierter CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis 14 – Fulda I, kam zum Redaktionsgespräch zu Christopher Göbel und Antonia Schmidt.

Als CDU-Gegenkandidat für den Hessischen Landtag möchte der 46-Jahre alte Polizist zu Dr. Walter Arnold antreten.

n Fulda. „Ich möchte ein neues personelles Angebot sein“, sagt Thomas Hering, der bei der Landtagswahl, die voraussichtlich Ende 2018 stattfinden wird, als Kandidat der CDU im Fuldaer Wahlkreis 14 – Fulda I antreten möchte. Derzeitiger Amtsinhaber ist Dr. Walter Arnold, der bis dato insgesamt 13 Jahre als Fuldaer Abgeordneter dem Hessischen Landtag angehört und zwischenzeitlich Finanzstaatssekretär unter der Regierung Roland Koch war.

Familie als Unterstützung

Bereits im Frühjahr 2017 hat Hering, der Polizeibeamter bei der Autobahnpolizei Petersberg ist, den Entschluss gefasst, als Gegenkandidat zu Arnold seinen Hut in den Ring zu werfen. „Ich habe meine Frau sehr früh in meine Pläne eingeweiht“, sagt Hering. Auch Parteikollegen haben ihn ermuntert, für dieses Amt zu kandidieren, so Hering, der sich seit 17 Jahren kommunalpolitisch in der Fuldaer Stadtverordnetenversammlung engagiert.

„Wir brauchen keine Revolution, denn die CDU in Fulda ist gut aufgestellt“, sagt Hering. „Wir pflegen hier einen engen Kontakt zu den Menschen“, ist er überzeugt. Dennoch gebe es eine allgemeine Unzufriedenheit mit der Politik. „Ich möchte mich um die Sorgen der Menschen kümmern“, sagt Hering. 

„Politik im Ehrenamt macht Spaß. Aber für mich selbst sehe ich Luft nach oben, mich auch in höheren Entscheidungsgremien zu engagieren“, so der Polizist, der seit 1990 der CDU angehört. Seine Stärken seien Ehrlichkeit im Umgang mit anderen, Offenheit und Klarheit in politischen Belangen. „Meine sozialen Kompetenzen und meine Freude im Kontakt zu Menschen sind wichtig. Ich möchte auf sachlicher Ebene auf die Menschen zu gehen und meine Fähigkeiten transportieren. „Ich werde mich jeder Frage stellen.“ Thomas Hering ist 46 Jahre alt und Vater von drei Söhnen (13, 15 und 17 Jahre alt). „Meine Familie findet die Idee ausgezeichnet“, sagt Hering. Einer der ersten, der außer meiner Familie davon erfahren hat, sollte Dr. Arnold sein“, erzählt der Polizist. Und so hat er es auch gemacht. „Ich dachte mir, dass Arnold nicht so begeistert sein würde. Aber er hat sich professionell verhalten, sehr sachlich und fair“, erzählt Hering. In CDU-Kreisen habe Hering nirgendwo Ablehnung erfahren. „Du musst im Vorfeld viel leisten“, habe man zu ihm gesagt. Und auch: „Weißt du, worauf du dich einlässt?“

Das weiß er, denn wenn er keine Chance für sich gesehen hätte, hätte er diesen Entschluss nicht gefasst, so der Kommunalpolitiker. „Es wird eine Kampfkandidatur geben“, ist Hering überzeugt. Wobei derzeit noch nicht klar ist, ob neben ihm und Arnold noch weitere Bewerber antreten werden. „Es ist dann die Aufgabe der Delegierten, einen Kandidaten für Wiesbaden zu wählen“, sagt Hering.

Thomas Hering fühlte sich schon während seiner Zeit als Messdiener kurz vor dem Abi­tur dazu berufen, Priester zu werden. „Ich bin tiefgläubig und habe einen Hang zum Kirchlichen“, sagt Hering. Er besuchte das Priesterseminar in Fulda, doch kurz vor dem Vordiplom lernte er seine heutige Gattin kennen. „Dann wurde mir klar, dass mein Weg doch ein weltlicher ist und mir das Familiäre wichtiger war“, so Hering, der daraufhin eine Ausbildung bei der Polizei begann. Allerdings sieht er Gemeinsamkeiten der beiden so unterschiedliche wirkenden Berufe: „Priester und Polizisten kommen mit Menschen in Berührung, die Probleme haben und nach Hilfe suchen“, sagt Hering.

Aufgrund seiner beruflichen Erfahrung als Polizist steht für den Kandidaten das Thema Innere Sicherheit ganz oben auf der Agenda. Und noch etwas ist ihm wichtig: „Die Wähler der AfD bei der Bundestagswahl sind Menschen aus unseren Dörfern, aus unserem Umfeld. Ich möchte die AfD-Wähler dazu bringen, wieder zu den Volksparteien zurückzukehren“, nennt Hering eines seiner Ziele. Bei den vergangenen Kommunalwahlen ist Hering als Abgeordneter im Fuldaer Stadtparlament mehrfach von hinteren Listenplätzen nach vorne panaschiert worden. „Das zeigt mir, dass ich nicht viel falsch gemacht habe“, sagt er. Aber ihm ist auch klar: „Ich bin der Herausforderer“, sagt Hering. Er ist der Meinung, dass die CDU in Fulda folgendes zeigen sollte: „Wir erneuern uns“. Seine Kontaktfreudigkeit und der Einsatz für die Basis sieht Hering als Pluspunkte an. Anfang des kommenden Jahres wird sich entscheiden, wen die Fuldaer CDU in den Landtag schickt – „vielleicht auch erst nach dem Karneval“, sagt Hering schmunzelnd.

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