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Kernzonenkonzept gesichert

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Fulda. Hessen wird als erstes Bundesland seiner Verpflichtung zum Erhalt des lnderbergreifenden Biosprenreservats Rhn nachkomm

Fulda. Hessen wird als erstes Bundesland seiner Verpflichtung zum Erhalt des lnderbergreifenden Biosprenreservats Rhn nachkommen. Die Landesregierung wird in diesem und im nchsten Jahr bis zu 2 Millionen Euro fr das Biosphrenreservat zur Verfgung stellen", kndigte Lautenschlger am Mittwoch auf der Ruine Auersburg in der Gemeinde Hilders an. Damit werden wir auf jeden Fall den Forderungen der UNESCO nachkommen, bis 2013 drei Prozent der Gesamtflche des Biosphrenreservates als Kernzone auszuweisen", so Lautenschlger. Auf diesen Flchen soll sich die Natur mglichst ungestrt entwickeln. Eine wirtschaftliche Nutzung ist deshalb nicht erlaubt.

Die Rhn ist das einzige Biosphrenreservat Hessens. Es wurde im Mrz 1991 von der UNESCO international anerkannt. Bei einer Gesamtflche von 186.206 Hektar entfallen 64.831 Hektar auf Hessen (34,8 Prozent), 72.802 Hektar auf Bayern (39,1Prozent) und 48.573 Hektar auf Thringen (26,1 Prozent). Nach den Kriterien der UNESCO mssen die deutschen Biosphrenreservate ber einen Kernzonenanteil von mindestens 3 Prozent ihrer Flche verfgen. Sollten diese bis zur nchsten anstehenden berprfung im Jahr 2013 nicht zur Verfgung stehen, ist damit zu rechnen, dass dies zu einer Aberkennung des Titels fhrt.

Der hessische Teil verfgt mit derzeit 2,4 Prozent (entspricht rd. 1.556 Hektar) ber den hchsten Kernzonenanteil der drei Lnder. Zur Erfllung des 3 Prozent Kriteriums fehlen derzeit rd. 390 Hektar. Noch in diesem Jahr wird das Regierungsprsidium Kassel hierfr in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Hessen-Forst rund 140 Hektar, berwiegend Staatswald, ausweisen. Staatsministerin Lautenschlger begrt den Vorschlag des Vereins Natur- und Lebensraum Rhn" zum Kernzonenkonzept. Er sei regional ausgewogen, reprsentiert die verschiedenen Waldbesitzarten und bercksichtigt naturschutzfachliche Aspekte.

Neben der Ausweisung von Flchen des Staatswaldes werden nun die Verhandlungen mit den kommunalen und privaten Waldbesitzern aufgenommen, um die weiteren Kernzonen zu erbringen. Fr den erforderlichen Grunderwerb und Ausgleichszahlungen werden bis zu 2 Millionen Euro zur Verfgung stehen. Ministerin Lautenschlger zeigte sich zuversichtlich, dass sich auch die Kommunen mit der Bereitstellung von Flchen fr Kernzonen beteiligen werden, nachdem nunmehr klar ist, dass das Land die ntigen Ausgleichsmittel zur Verfgung stellen wird.

Alle diese Manahmen werden dazu beitragen, die markante Mittelgebirgslandschaft der Rhn mit ihren waldfreien Hochlagen und Kuppen zu erhalten", so Lautenschlger. Das Land der offenen Fernen" hat fr die regionale Identitt eine herausragende Bedeutung."

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