Kfz-Gewerbe: Gut gespielt – aber nicht gewonnen

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Zur 77. Mitgliedersammlung hatte das Hessische Kfz-Gewerbe die Obermeister aller Innungen nach Fulda in das Holiday-Inn eingeladen.

Fulda. Zur 77. Mitgliedersammlung hatte das Hessische Kfz-Gewerbe die Obermeister aller Innungen nach Fulda in das Holiday-Inn eingeladen. Präsident Jürgen Karpinski begrüßte die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und erinnerte sie daran, dass der Landesverband letztmalig 2004 in Fulda getagt hätte. Hier in Fulda sei  er damals als neuer Präsident des Verbandes gewählt worden. Deswegen käme er gerne immer wieder nach Fulda.

Thorsten Krämer, Obermeister der gastgebenden Fuldaer Innung, wies darauf hin, dass die Innung Fulda mit 138 Mitgliedsbetrieben zu den  großen Innungen zählen würde. Es gäbe kaum Betriebe im Landkreis Fulda, die nicht Mitglied wären.   Kreishandwerksmeister Claus Gerhardt unterstrich das mit Zahlen von der letzten Meisterfeier in Fulda. Von insgesamt 80 jungen Nachwuchsmeistern im letzten Jahr wären 31 aus dem Kfz-Handwerk gekommen. Gerhardt lobte das gute Verhältnis der Kreishandwerkerschaft Fulda zum Kfz-Landesverband. In anderen Gewerken sei dies nicht immer so selbstverständlich. Bürgermeister Dag Wehner verwies in seinem Grußwort auf die florierende Wirtschaft in Osthessen. Es gäbe allerdings einen Risikofaktor, nämlich der Fachkräftemangel, der sich hier zunehmend auch im Kfz-Gewerbe bemerkbar machen würde. Asylbewerber könnten hier eventuell zu einer Entspannung der Lage auf dem Arbeitsmarkt beitragen.Anschließend legte Präsident Karpinski seinen Rechenschaftsbericht für 2014 vor. Er verglich diesen mit der  Bilanz eines Fußballspiels, nämlich "Gut gespielt, aber leider nicht gewonnen."  Denn trotz gut gehender Geschäfte sei Skepsis im Kfz-Gewerbe angebracht. Bei den meisten Autohäusern sei nämlich die Umsatzrendite viel zu gering. Die durchschnittliche Gewinnspanne wäre viel zu gering, um damit die Herausforderungen der Zukunft stemmen zu können. Gut laufen würde das Neu- und Gebrauchtwagengeschäft. Sorge bereite ihm dagegen der Rückgang im Werkstattgeschäft in 2014. Der Grund dafür sei, dass die Verbraucher entweder ganz alte oder aber sehr neue Fahrzeuge fahren würden.  Bei ersteren würde an der Wartung gespart, bei letzteren sei eine Wartung noch nicht erforderlich.Positiv zu vermerken sei – so Karpinski – dass in 2014 im Kfz-Gewerbe entgegen dem allgemeinen Trend die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge gestiegen sei. Aktuell gäbe es in Hessen 90.500 Ausbildungsverträge im Kfz-Handwerk. Auch das Jahr 2015 sei gut gestartet, in Hessen mit einem Plus von 9 Prozent bei den Neuzulassungen. Bei der Werkstattauslastung erwarte man – auf das Jahr hochgerechnet – zumindest ein Pari gegenüber 2014, so Karpinski.

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