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Kfz-Trend Car-Wrapping – und was „darunter“ steckt

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Von: Christopher Göbel

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Folie statt Lackierung: Hünfelder Unternehmen hat durch besondere Spezialisierung internationalen Bekanntheitsgrad erlangt

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Ein Team, das Autos liebt: Sascha Nagel (zweiter von rechts) mit seinem Team von „SN-Exclusive“. Für Autotuning und Car-Wrapping ist das Hünfelder Unternehmen über Deutschland hinaus bekannt.
2 / 13Ein Team, das Autos liebt: Sascha Nagel (zweiter von rechts) mit seinem Team von „SN-Exclusive“. Für Autotuning und Car-Wrapping ist das Hünfelder Unternehmen über Deutschland hinaus bekannt. © SN-Exclusive
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Hünfeld. Haben Sie schon mal etwas von Car-Wrapping gehört? Eigentlich ist ein „Wrap“ ja etwas Schmackhaftes zum Essen. Beim Car-Wrapping geht es allerdings darum, aus Ihrem Auto einen besonderen Hingucker zu machen. Und nicht nur das.

Ein solches Face-Lifting kann viel einfacher sein, als man denkt. Im Raum Fulda bietet das Hünfelder Unternehmen „SN-Exclusive“ von Sascha Nagel diese besondere Methode des optischen Fahrzeugtunings an. „Hauptmotiv für das Car-Wrapping ist der Wunsch nach einem Farbwechsel des Autos“, sagt Nagel im Gespräch mit FULDA AKTUELL. Das Fahrzeug zu individualisieren stehe für seine Kunden dabei im Vordergrund: Das Credo von ihm und seinen Mitarbeitern: „Wir machen Autos individuell, unverwechselbar und einzigartig. Wir sind Teil der Tuning-Gemeinde, das Auto ist für uns alle Leidenschaft und Beruf zugleich.“

Man stelle sich vor: Der Traumwagen, den man nach langer Suche im Autohaus oder auf dem freien Markt gefunden hat, ist jägergrün, aber die Wunschfarbe ist dunkelblau. Was also tun? Umlackieren ist teuer und aufwendig, da alle zu lackierenden Teile ausgebaut werden müssen. Eine kostengünstigere Alternative ist das erwähnte Car-Wrapping. Das Vorgehen ist dabei denkbar einfach: Das komplette Auto wird mit einer Spezialfolie überklebt, die dem Wagen einen ganz anderen Look verleiht.

„Oft wünschen die Kunden auch Farben, die standardmäßig bei vielen Fahrzeugen gar nicht angeboten werden“, sagt Christian Wehner, der Car-Wrapping-Spezialist bei „SN-Exclusive“. Die Farbauswahl der Folien sei riesig und die Möglichkeiten seien nahezu unbegrenzt. Es können auch einzelne Teile des Fahrzeugs foliert werden, um noch mehr Individualität zu schaffen. „Sehr beliebt ist auch eine matte Folierung“, weiß Wehner. Der Vorteil der Folie gegenüber einer Umlackierung liegt laut dem Experten auch darin, dass der originale Lack des Fahrzeugs zusätzlich geschützt ist.

Seit mehr als zehn Jahren geht der Trend zur Autofolierung, und Sascha Nagel ist mit seinem Betrieb zur rechten Zeit gestartet. Bereits 1999 hatte er sich mit seiner Autowerkstatt selbstständig gemacht und den Schwerpunkt auf Fahrzeug-Veredelung gelegt. „Seit 2009 bieten wir die Vollverklebung an“, sagt Nagel. Angefangen habe alles in der Auto-Tuning-Szene. „Dort sind viele Trends früher erkennbar, die dann in den Alltag schwappen“, erläutert Werkstattleiter und Tuning-Spezialist Sascha Trinkler.

Am Anfang stand die Scheibentönung, die auch heute noch fester Bestandteil der Angebotspalette ist. „Dafür bringen auch Autohäuser gerne Neuwagen zu uns“, sagt Nagel. Autoscheiben dürfen nur im Fond und im Kofferraumbereich mit Folien getönt werden, „also ab der B-Säule“, so Nagel. Die Firma hat sich in der Szene einen Namen gemacht, aber inzwischen kommen auch viele Kunden zu „SN-Exclusive“, die ein Umstyling für den Alltagswagen wünschen.

Schutzfunktion

Doch nicht nur eine Farbänderung, sondern vor allem Lackschutz erfreut sich immer größerer Beliebtheit. „Besonders, um den Wert eines Fahrzeugs zu erhalten und eine leichtere Pflege zu genießen“, sagt Nagel. Dabei muss nicht das ganze Auto beklebt werden. Es ist auch möglich, nur die anfälligsten Teile wie Kotflügel, Motorhaube und Stoßstange oder nur die Ladekante der hinteren Stoßstange zu folieren.

„Mit dem sogenannten „Frontpaket“ werden die anfälligsten Stellen foliert“, erklärt Wehner. Die Lackschutzfolie ist widerstandsfähiger und verfügt über eine Art „Selbstheilungsprozess“, der kleine Schadstellen bei Wärme verschwinden lässt. „Wenn ein Stein auf Lack prallt, dann platzt der Lack. Die Folie gibt nach und verteilt den Druck“, erläutert Nagel.

Das Car-Wrapping, das oft bei Taxis und Dienstfahrzeugen angewendet wird, erhält den Wert eines Fahrzeugs und eignet sich beispielsweise auch für Leasing-Fahrzeuge. „Waschen kann man es ganz normal, nur auf Heißwachs sollte man verzichten“, rät Wehner. Lieferant der Lackschutzfolien ist die Firma „XPEL“, bei der „SN-Exclusive“ auch als Ansprechpartner gelistet ist.

Ein Expeditionsfahrzeug und mehrere Oldtimer waren die außergewöhnlichsten Fahrzeuge, die Sascha Nagel und sein Team bisher foliert haben. Aber auch Rennwagen waren bereits dabei.

Wenn die Folie nach mehreren Jahren entfernt werden soll, dann ist es ratsam, auch das in einem Fachbetrieb machen zu lassen. „Die Folie ist rückstandslos entfernbar, wenn der Wagen in einem ordentlichen Zustand ist“, sagt Wehner. Und auch wenn einmal ein Schaden passiert ist, so muss nicht das ganze Auto neu foliert werden, sondern nur der betroffene Bereich. „Kleine Steinschläge oder kleine Schrammen sind nach einer Erwärmung der Folie einfach unsichtbar“, meint Wehner. Dazu reichten auch schon ein paar Stunden Wärme der Sonne.

Die Dauer der Folierung richtet sich nach dem Umfang der zu beklebenden Teile. Für einen Farbwechsel muss man rund eine Woche einplanen. Ehe die Folie im staubfreien Folienraum verklebt werden kann, ist die gründliche Reinigung und Vorbereitung die größte Herausforderung, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. „Bei Farbwechsel-Folien darf keine Feuchtigkeit mehr am Auto sein“, sagt Wehner. Die Kosten beginnen bei einer kompletten Folierung bei etwa 2.500 Euro.

Es gibt allerdings auch Grenzen bei der Gestaltung, wie die Hünfelder Experten wissen. Von einem Look im Stil eines Polizei- oder Rettungswagens sei beispielsweise abzuraten. Auch Chrom als Farbe sei problematisch. „Wir beraten unsere Kundinnen und Kunden intensiv und präsentieren ihnen die riesige Farbauswahl“, so Nagel. „Eine komplette Farbänderung muss übrigens nicht im Fahrzeugschein eingetragen werden“, sagt Nagel.

Großer Kundenkreis

Die Kundschaft von „SN-Exclusive“ kommt nicht nur aus dem Raum Fulda, sondern weit darüber hinaus. „Wir sind auch bei vielen nationalen und internationalen Auto- und Tuningevents präsent. Dort werden Kontakte, beispielsweise zu ähnlichen Firmen im europäischen Ausland, besonders aber in Österreich, geknüpft.

„Persönliche Weiterempfehlungen sind in unserer Branche sehr wichtig“, so Sascha Trinkler, der für seinen Job Feuer und Flamme ist. Trinkler, in der Szene „Trinki“ genannt, ist Auto-Fanatiker, hat bereits mehrere eigene Wagen getunt und sogar bei der „Motorshow Essen“ präsentiert. Trinkler und die anderen Spezialisten von „SN-Exclusive“ sind auch in einigen „Youtube“-Videos zu sehen, wie sie Autos komplett umgestalten. „Unsere Kunden und uns verbindet eine große Sympathie und ein ebenso großes Vertrauen“, so Trinkler.

Kfz-Service

Bei „SN-Exclusive“ gibt es auch einen ganz normalen Kfz-Werkstattservice für alles, was im Fahrzeugbereich anfällt. Doch das Tuning ist und bleibt das Steckenpferd von Nagel und seinem Team. Folie, Felgen, Fahrwerke und Software-Optimierung von Fahrzeugen liegen im Fokus.

Die Firma ist unter www.sn-exclusive.de im Internet oder auf dem Firmengelände Im Stauster 12 in Hünfeld sowie unter der Telefonnummer 06652/ 2663 und per E-Mail an info@sn-exclusive.de zu erreichen. Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 8 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr.

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