Kinder und Familien stärken

Fachtagung an der Hochschule Fulda mit Ministerin Lautenschlger Fulda. Resilienz frdern, Ressourcen strken frhe

Fachtagung an der Hochschule Fulda mit Ministerin Lautenschlger

Fulda. Resilienz frdern, Ressourcen strken frhe Hilfen fr Kinder und ihre Familien unter diesem Motto fand in den Rumen der Hochschule Fulda eine Fachtagung der Hessischen Arbeitsgemeinschaft fr Gesundheitserziehung (HAGe) in Kooperation mit dem Hessischen Sozialministerium, der Hochschule Fulda Fachbereich Pflege und Gesundheit, sowie dem Fachbereich Gesundheit des Landkreises Marburg-Biedenkopf statt.

Die hessische Sozialministerin Silke Lautenschlger wies in ihrem einleitenden Gruwort vor etwa 170 Teilnehmern der Tagung auf die Notwendigkeit der frhen Frderung von Kindern, die in Armut und sozialer Benachteiligung aufwachsen, hin. In Deutschland lebten Ende 2006 rund 1,9 Millionen Kinder unter 15 Jahren, die von staatlichen Hilfen abhngig waren. Nach Ergebnissen der KiGGS-Studie (Kinder- und Jugendgesundheitssurvey ist eine Studie des Robert Koch Instituts zum Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen) sind solche Kinder einem erhhten Risiko fr ihre psychische und physische Gesundheit ausgesetzt.

Zudem sind ihre Eltern durch die soziale Benachteiligung hufig bei der Bewltigung des Alltags berfordert, wodurch zustzliche Probleme entstehen. Deshalb ist die mglichst frhe Frderung von Anfang die Voraussetzung dafr, dass Kinder und Familien mit sozialen und gesundheitlichen Risiken mit Schutzfaktoren ausgestattet werden. Solche Hilfen mssen frh in der Lebenswelt verankert werden.

Wie der amerikanische konom Heckman in einer vielbeachteten Studie herausfand, haben frhe Frdermanahmen fr Kinder einen groen volkswirtschaftlichen Effekt; durch diese Investitionen knnen sptere, weit hhere Kosten fr Therapien, Bildungsmanahmen, Beschftigungsinitiativen usw. vermieden werden. Manahmen wie Begleitung durch Familienhebammen, Elternkurse, Anreize zur Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen sollten miteinander verzahnt werden, damit frhe Hilfen und Frderung auch ankommen.

Wesentlich dafr ist eine wertschtzende und ressourcenorientierte Sicht auf den Hilfebedarf, aber auch und gerade auf die Strken und Chancen von Kindern und Familien. Dieser Grundsatz zog sich als roter Faden durch die Tagung, bei der sich Akteure und Multiplikatoren aus dem Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Jugendhilfebereich zum Austausch bei Vortrgen und Arbeitsgruppen trafen.Das Fuldaer Netzwerk EvA Erziehung von Anfang an wurde von Dr. Stefan Kortm, Leiter des Kreisgesundheitsamtes Fulda, vorgestellt, und ein Projekt zur Qualifizierung von Familienhebammen durch Eva Chrzonsz. Die Hochschule Fulda war vertreten durch das studentische Projekt ADAM Auswertung von Daten, Ableitung von Manahmen, dessen Teilnehmer sich unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Stegmller mit Daten der Schuleingangsuntersuchungen sowie frhen Hilfen befasste. Die Projektgruppe organisierte in Zusammenarbeit mit der HAGe auch die gelungene Tagung.

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