Kinoscout-Bewertung: Black Panther

Kinoscout Marius Kaletta hat sich den Film "Black Panther" angesehen und bewertet.

von Marius Kaletta

„Black Panther“ erzählt die Geschichte des jungen Königs T’Challa, der über Wakanda, ein fiktives, afrikanisches Land, das über die weltweit fortschrittlichste Technologie verfügt, sich aber so von der restlichen Welt abkapselt, dass es von dieser als ein Land der dritten Welt wahrgenommen wird, regiert. Nach der Jagd auf einen Terroristen, der ein altes Artefakt Wakandas aus einem londoner Museum geklaut hat, tritt ein weiterer Gegenspieler auf, der T‘Challa bzw. Black Panther von seinem Thron verdrängen möchte.

Die Handlung des Films hat mich während der gesamten Laufzeit sehr gut unterhalten. Die Art und Weise, wie sich die Handlung entwickelt und wie mit verschieden Rückblenden gearbeitet wird, hat mir sehr zugesagt und sorgt für viel Abwechslung. Außerdem verleihen die Rückblenden dem Antagonisten, einer klaren Stärke des Films, sehr viel Tiefe und erklären seine Motivation, sodass man teilweise sogar mit ihm mitfühlen kann. Trotzdem entwickelt man als Zuschauer eine zunehmende Abneigung gegenüber dem Antagonisten, da dieser an einigen Stellen versucht, seine Ziele mit den falschen Mitteln zu erreichen.

Auffällig ist auch, dass der Film an einigen Stellen ziemlich politisch ist. Dabei thematisiert er die Situation vieler Afroamerikaner, die in den USA mit sozialer Benachteiligung zu kämpfen haben, und die Frage, ob man neutral bleiben darf, um den eigenen Frieden zu wahren, wenn man die Mittel hat, anderen Menschen zu helfen. Beide Themen nehmen im Film keine geringe Rolle ein, es dreht sich jedoch nicht alles nur um sie. Stellenweise wirkt der Film etwas ernst, jedoch wird er oftmals durch die sowohl gut geschriebenen als auch gespielten Charaktere aufgelockert. Trotzdem sind mir einige Stellen aufgefallen, in denen die Atmosphäre unter unnötigen Witzen leidet. Ähnlich wie in vielen anderen Filmen von Marvel liegen auch hier Elemente der Genre Action, Fantasy und Science-Fiction vor. Bemerkenswert ist außerdem die Musik, die die Atmosphäre des Films effektiv stützt, da sie vom Zuschauer als typisch afrikanisch wahrgenommene Klänge enthält. In meinen Augen zählt „Black Panther“ also definitiv zu den besten Marvel-Filme, da der Gegenspieler verhältnismäßig viel Tiefe besitzt und die Handlung dadurch sehr interessant ist. Zum Verständnis ist die Kenntnis weiterer Marvel-Filme trotz inhaltlicher Parallelen nicht unbedingt nötig. Der Film ist somit eine klare Empfehlung für alle, die sich wenigstens ein bisschen für Superheldenfilme begeistern können.

Regie:Ryan Coogler
Darsteller:Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o
Bundesstart:15. Februar 2018
FSK:12 Jahre
Kino-Scout-Bewertung:vier von fünf Sternen

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