Kinoscout: "Guardians of the Galaxy Vol. 2" (Kritik 1)

Science-Fiction-Kino aus dem Hause Marvel hat sich Kinoscout Marius Kaletta angesehen und bewertet.

Nach dem großen Erfolg ihres Kinodebüts 2014 erhält die unorthodoxe Gruppe Antihelden aus dem Hause Marvel mit „Guardians of the Galaxy Vol.2“ ihren zweiten großen Auftritt abseits der Comicvorlage.

Die Handlung dieses Science-Fiction-Action-Films lässt sich leicht zusammenfassen: Auf der Flucht vor einer feindseligen Alienrasse trifft die Gruppe um Peter Quill alias Starlord auf dessen Vater, lüftet sein dunkles Geheimnis und muss ein weiteres Mal das ganze Universum vor seiner Auslöschung bewahren. Tatsächlich ist die Handlung so unspektakulär wie sie sich anhört und punktet nicht gerade mit unvorhersehbaren Wendungen. Die Stärken liegen hier eher in der Gruppendynamik, die sich im Benehmen der Charaktere und den Dialogen widerspiegelt. Dies sorgte zumindest bei mir zusammen mit den popkulturellen Referenzen für einige Lacher.

Die Handlung, die dadurch kaum noch ernstgenommen werden kann, wird in einem angenehmen Tempo erzählt und lässt deshalb Zeit für ein wenig Charakterentwicklung. Eine weitere Stärke des Films ist, wie bereits im ersten Teil, dass der Soundtrack unglaublich gut gewählt wurde. Die häufig eingespielten 70er- und 80er-Jahre Songs passen einfach immer perfekt. Außerdem rechne ich dem Film neben dem ausgezeichneten Soundtrack die unglaublich bunte, fantasievolle und kreativ gestaltete Welt hoch an, die in mir immer das Verlangen geweckt hat, mehr von der Welt sehen zu wollen.

Dabei sei auch angemerkt, dass die visuelle Umsetzung auch auf sehr hohem Niveau ist und die Action somit grandios wirkt. Tricktechnisch ist der Film absolut einwandfrei und auch die Kameraführung ist teilweise erfrischend anders, aber oft auch angenehm gewöhnlich. Was mich sehr überrascht hat, da es in meinen Augen oftmals vernachlässigt wird, ist, dass der Film auch die 3D-Effekte sehr geschickt eingesetzt hat. Wie auch schon in Teil Eins machen die Hauptdarsteller ihre Sache gut und verkörpern ihre sehr sonderbaren Figuren absolut glaubwürdig.

Unter den Nebendarstellern ist mir besonders Sylvester Stallone aufgefallen, der seine Rolle gewohnt gut gespielt hat, aber nicht zwangsläufig gecastet hätte werden müssen, da seine Rolle sehr austauschbar wirkt. Trotz der sehr linearen Handlung, kann ich letztlich sagen, dass mich der Film sehr gut unterhalten hat, besonders da die Gruppendynamik sehr unterhaltsam ist und die Effekte die ohnehin schon bunte, interessante Welt noch besser wirken lassen. Der Film ist für alle empfehlenswert, die dem etwas abgewinnen können.

Regie:

James Gunn

Darsteller:

Chris Pratt, Zoe Saldana, Dave Bautista, Kurt Russel

Bundesstart:

27. April 2017

FSK:

12 Jahre

Kino-Scout-Bewertung:

4 von 5 Sternen

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