Kinoscout-Kritik: Club der roten Bänder

Fulda aktuell-Kinoscout Sabine Lindentahl hat sich den Film "Club der roten Bänder" angeschaut.

Ein leeres Schwimmbad. Auf dem Zehn-Meter-Turm steht ein Junge. Er springt und kurze Zeit später wird er bewusstlos aus dem Becken gezogen. Hugo (Nick Julius Schuck , „Der Lehrer“) liegt mittlerweile über ein Jahr im Koma und begleitet die Zuschauer durch den Film( Genre : Drama), der auf der gleichnamigen Serie (2015 bis 2017) basiert und die Jugenderlebnisse von Albert Espinosa erzählt. Der Film zeigt, wie sich das Leben von sechs Jugendlichen durch einen Schicksalsschlag von heute auf morgen verändern kann. Leonard (Tim Oliver Schultz) verliert seine Mutter wegen ihrer Krebskrankheit und erkrankt selbst daran. Jonas (Damian Hardung) muss die Demütigungen und Misshandlungen seines größeren Bruders ertragen und hat auch Krebs. Emma ( Luise Betford, „Block B Unter Arrest“ ) hat eine Essstörung und nimmt Drogen. Toni (Ivo Kortling) leidet an dem Asperger Syndrom und Alex (Timur Bartels, „Die Spezialisten“, „Dancing on ice“) hat Probleme mit seinem Herzen. Ihre Wege kreuzen sich ohne sich zu kennen und kommen am Ende im Krankenhaus zusammen. Benni (Jürgen Vogel, „Die Welle“) ist Leonards Zimmergenosse und hat ihn auf die Rolle des Anführers vorbereitet.

Er hat ihm die Kraft gegeben stark zu sein für sich und für andere und hat aus Leonard Leo gemacht. Sein Rat: „Du lässt dich von der Krankheit treiben – du musst ihr einen Schritt voraus sein“, hat Leo bestärkt zu kämpfen. Ein Film vollgepackt mit bewegenden Gefühlen, starken Lebensweisheiten, Trauer und Glücksmomenten. Auch eine Portion Galgenhumor war dabei, in der man sich über die Krankheiten lustig macht. Ich war eine begeisterter Zuschauerin der Serie und bin froh, dass der Film die gleiche, starke Aussage besitzt. So nah an der traurigen Realität und doch mit schönen Momenten des Glücks versehen, die den Film so sehenswert machen. Niemand sollte in solch einer Situation alleine sein, sondern Halt und Unterstützung von Familie und Freunden haben. Ich kann jedem empfehlen sich diesen Film anzuschauen. Als Fan trifft man alte Bekannte wieder aber man muss die Serie nicht kennen – der Film spricht für sich. (Ein besonderer Hingucker sind die Strümpfe von Toni). Besonders gerührt war ich, als ich Albert Espinosa in einer kleinen Filmsequenz erkannt hatte – der immer noch lebt, obwohl ihm die Ärzte mit 14 Jahren nur eine fünfprozentige Überlebenschance geben. Heute ist er 46 Jahre alt.

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