Kinoscout-Kritik: Nur ein kleiner Gefallen

Kinos-Scout Monika Müller hat sich "Nur ein kleiner Gefallen" angesehen und schreibt hier, wie ihr der Film gefallen hat.

Stephanie ist alleinerziehende Mutter des kleinen Miles und die Über-Mutter schlechthin. Kein Schulfest kommt ohne ihre Kekse, Kuchen und Luftballons aus. Finanziell hält sie sich mit der schmalen Lebensversicherung ihres verstorbenen Mannes über Wasser und betreibt mit viel Freude und Begeisterung einen Videoblog über das Mutter-Dasein. Ganz anders hingegen ist Emily, die Mutter des kleinen Nicky. Als erfolgreiche PR-Agentin ist sie stets gestylt bis in die Fußspitzen und am liebsten zugegen mit einem frischen Martini in der Hand.

Vom Luxus verwöhnt, glänzt sie eher als Rabenmutter – beide Frauen könnten nicht unterschiedlicher sein. Die Freundschaft der Söhne jedoch führt auch die Mütter zusammen und eine Art Zweckgemeinschaft entsteht. Stephanie fühlt sich geehrt, dass diese Super-Model-Mutter sich mit ihr abgibt und will nicht wahrhaben, dass sie mehr oder weniger ausgenutzt wird. So kommt es schließlich zum besagten „kleinen Gefallen“. Emily bittet Stephanie, dass sie nach der Schule auf den kleinen Sohn aufpasst und verschwindet spurlos. Auch Emilys Mann Sean ist ratlos und es folgt eine qualvolle Warterei auf ein Lebenszeichen. Stephanie stellt schließlich eigene Nachforschungen an und startet über ihren Videoblog die Suche nach ihrer Freundin. Mit Hilfe einer ihrer Abonnentinnen führt die Spur zu einem See in Michigan und genau dort wird Emilys Leiche geborgen.

Stephanie ist erschüttert und kümmert sich natürlich weiterhin rührend um den kleinen Jungen, aber auch um den Vater. Es dauert nicht lange und Stephanie zieht mit ihrem Sohn zu Sean und Nicky ins Haus. Plötzlich jedoch kommen unbequeme Fragen der Polizei auf, was hat es mit der vier Millionen Dollar Lebensversicherung auf sich und warum hängen eines Tages Emilys Kleider wieder im Kleiderschrank? Auch der kleine Nicky behauptet seine Mom gesehen zu haben.

Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, es sei jedoch gesagt, dass es bis zum Schluss nicht vorhersehbar ist, wer nun mit wem ein falsches Spiel spielt. Der Film ist schön anzusehen und die Spannung bleibt durchgehend erhalten. Die Besetzung der Schauspielerinnen finde ich sehr gelungen, Stephanie (Anna Kendrick) kennt man aus dem Mehrteiler „Pitch Perfect“ und verkörpert gut das kleine Vorstadt-Mäuschen. Emily (Blake Lively) die durch die Serie „Gossip Girl" ihren Durchbruch hatte, ist ebenfalls optimal für die Rolle der arroganten Emily gewählt.

Nicht so glücklich meiner Meinung nach ist die Besetzung des Mannes Sean mit (Henry Golding), ich finde da hätte man jemand Besseren finden können, jemand mit mehr Ausdruck und weniger vom Typ Männer-Model. Alles in allem ein schöner Thriller, der jedoch die Nerven nicht überstrapaziert. Ideal für einen schönen Kinoabend, aber für mich kein Film den ich noch einmal anschauen würde.

Regie:

Paul Feig

Darsteller:

Anna Kendrick, Blake Lively, Henry Golding

Bundesstart:8. November 2018

FSK:

12 Jahre

Kino-Scout-Bewertung:

4 von 5 Sternen

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