Kinoscout-Kritik Venom

Fulda aktuell-Kinoscout Marius Kaletta hat sich den Film "Venom" angesehen. Sein Fazit zieht er in seiner Kritik.

von Marius Kaletta

Nach dem mäßig erfolgreichen Auftritt „Venoms“ im 2007 erschienenen Film „Spider-Man 3“ wagen „Sony“ und „Marvel“ nun einen zweiten Versuch, einen der beliebtesten Antagonisten „Spider-Mans“ auf die Kinoleinwand zu bringen. Obwohl „Venom“ in den 80er Jahren ursprünglich als ein Rivale und Erzfeind „Spider-Mans“ erfunden wurde, kommt der Film gänzlich ohne „Spider-Man“ aus. Der Fokus liegt zum einen auf dem Enthüllungsreporter Eddie Brock, der seinen Job verliert und von seiner Verlobten verlassen wird, und zum anderen auf „Venom“, einem schleimähnlichen außerirdischen Symbionten. „Venom“ wurde zusammen mit weiteren seiner Art von den Menschen im Weltall gefunden und nun zu Forschungszwecken auf die Erde gebracht. Eddie trifft eher zufällig auf „Venom“, wird von diesem befallen und fortan als Wirt genutzt.

Die große Stärke des Films ist in meinen Augen die Darstellung „Venoms“ und die Beziehung zwischen ihm und Eddie Brock. „Venom“ möchte Eddie anfangs nur in Besitz nehmen und ausnutzen. Deshalb kontrolliert er Eddies Handeln und kommentiert, später auch freundschaftlich, dessen eigene Handlungen sowie seine Gedanken und Gefühle. Dadurch kommt es schnell zu einigen bizarren und komischen Situationen. Generell lässt sich feststellen, dass der Humor im Film sehr gut dosiert ist. Lustige Momente sind vorhanden und ernste Momente bleiben wirklich ernst. Neben der charakterlichen ist auch die äußere Darstellung „Venoms“ als großes, schwarzes, ekelerregendes Monster gut geraten. Allgemein sind die ersten zwei Drittel des Films im Großen und Ganzen gut gelungen, da die Charaktere gut eingeführt und vorgestellt werden und es auch schon gute und kreative Action-Szenen gibt. Im letzten Drittel des Films zeigt sich der Gegenspieler und die Konfrontation im Endkampf deutet sich an.

Der Gegenspieler hat allerdings, genau wie alle anderen Charaktere auch, kaum charakterliche Tiefe, was eine der größten Schwächen des Film ist. Vielleicht hätte es dem Film nicht geschadet, die Laufzeit von 113 Minuten zu überschreiten, da man an einigen Stellen, den Eindruck bekommt, verschiedene Aspekte würden zwar angesprochen, aber nicht auserzählt werden, oder ganze Szenen würden ausgelassen werden. Dadurch kommt es an einigen Stellen zu Unklarheiten und das letzte Drittel wirkt ein wenig hastig erzählt, da das Ende sehr rasch erreicht ist. Ich empfehle den Film allen Fans von Comic-Verfilmungen, die Interesse an der Figur „Venom“ haben und über einige Schwächen hinwegsehen können.

Kinoscout-Bewertung

Regie:

Ruben Fleischer

Darsteller:

Tom Hardy, Michelle Williams, Riz Ahmed

Bundesstart:

3. Oktober 2018

FSK:

12 Jahre

Kino-Scout-Bewertung:

4 von 5 Sterne

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