Kinoscout-Kritik zu ES - Wovor hast du Angst?

Kinoscout Matthias Kramer hat sie die Neuverfilmung von "Es" angesehen. Ob es ihn gegruselt hat... ?

Die Kinder Bill, Richie, Eddie, Ben, Beverly, Mike und Stanley leben in der Kleinstadt Derry und gelten an ihrer Schule als Außenseiter. In der Stadt verschwinden plötzlich immer wieder Menschen auf mysteriöse Art. Schon bald finden die Kinder heraus, dass dahinter eine Böse Macht in der Form des Clowns Pennywise (Bill Skarsgård) steckt. Gemeinsam will die Gruppe das Böse vernichten…

Im Vorfeld wurde ja schon ein riesen Hype um „Es“ gemacht. Da stellt sich natürlich die Frage, ob der Film den ganzen Aufstand auch wert ist. Nun, „Es“ ist sicherlich nicht der Über-Film, den man aufgrund des Trubels erwarten könnte, dennoch gehört er eindeutig zu den besseren Horror-Filmen der letzten Zeit. Das liegt vor allem an der tollen Story aus der Feder von Stephen King.

Zum einen ist die Geschichte spannend, packend und teilweise auch sehr emotional. Zum anderen bietet der Film jede Menge tolle Charaktere, welche dem Zuschauer ans Herz wachsen und, im Gegensatz zu vielen anderen Horrorfilmen, nicht nur belanglose Opfer des Killers sind. Sehr positiv stechen auch die Schauspieler, insbesondere die Kinder-Darsteller, heraus.

Nicht ganz so gelungen sind hingegen die Horror-Elemente des Filmes, denn diese verfallen oft dem heutigen 08/15-Strickmuster und kommen über ein Standard-Niveau nicht heraus. Der Roman wurde 1990 bereits als TV-Zweiteiler verfilmt, welcher in Sachen Schock und Horror doch etwas die Nase vorn hatte, da dort das „Unheimliche“ nicht so offensichtlich gezeigt wurde wie hier. Das gilt auch für den Clown Pennywise, welcher in der TV-Verfilmung zwar schlicht, dafür aber umso unheimlicher wirkte. In der Neuverfilmung kommt Pennywise jedoch etwas zu übertrieben rüber.

„Es“ ist ein Horror-Film mit einer tollen und spannenden Geschichte. Auf jeden Fall besser als der x-te Spukhaus- oder Found Footage-Horror.

Regie: Andy Muschietti

Darsteller: Bill Skarsgård, Jaeden Lieberher, Finn Wolfhard

Bundesstart: 28.09.2017

FSK: 16 Jahre

4 von 5 Sternen

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