Kinoscout: "12 Years a Slave"

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Kinoscout Matthias Kramer schreibt über seine Eindrücke zum neuen Film von Steve McQueen.

New York, 1841: Der Afro-Amerikaner Solomon (Chiwetel Ejiofor) lebt mit seiner Frau und seinen Kindern ein glückliches Leben als freier Mann. Doch eines Tages wird er von zwei skrupellosen Menschenhändlern entführt, in den Süden verschleppt und als Sklave verkauft. Niemand kauft ihm seine wahre Identität ab. Für Solomon folgt eine 12jährige Tortur als Sklave auf den Baumwollplantagen, bis er bei dem Sklavengegner Bass (Brad Pitt) ein offenes Ohr für seine wahre Geschichte findet.

"12 Years a Slave" geht dieses Jahr ins Oscar-Rennen und das auch völlig zu Recht, denn hierbei handelt es sich seit langer Zeit mal wieder um einen Film, der auch wirklich oscarwürdig ist. Die (wahre) Geschichte fesselt den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute und wurde äußerst spannend umgesetzt. Anders als bei ähnlich gelagerten Filmen besitzt "12 Years a Slave" einen eher ruhigen, dafür aber umso realistischeren, Erzählstil. Auf den typischen Hollywood-Kitsch oder sonstige reißerische Szenen wurde verzichtet. Das physische und psychische Leiden der Sklaven wird sehr intensiv gezeigt und geht dem Zuschauer durch Mark und Bein. Besonders hervorheben muss man die genialen schauspielerischen Leistungen, besonders von Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor, welcher bisher eher nur in kleineren Rollen zu sehen war. Ebenfalls klasse spielt Michael Fassbender in einer ungewohnten Bösewicht-Rolle als sadistischer Plantagenbesitzer. Beide sind dieses Jahr für den Oscar nominiert und es bleibt zu hoffen, dass sie diesen auch gewinnen. Allerdings sind auch die anderen Darsteller sehr gut gewählt.

"12 Years a Slave" ist ein packendes und gleichzeitig trauriges Meisterwerk, welches allein schon aus geschichtlicher Sicht interessant und wichtig ist.

+++ +++ +++

Regie:    Steve McQueen Darsteller:    Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Paul Giamatti, Brad Pitt Bundesstart:    16.01.2014 FSK:    12 Jahre

Kino-Scout-Bewertung: 5 von 5 Sternen

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