Kinoscoutkritik: „Planet der Affen - Survival“

Kinoscout Marius Kaletta schreibt über die "Planet der Affen"-Fortsetzung "Survival".

„Planet der Affen: Survival“ spinnt die Geschichte um den Kampf zwischen den intelligent gewordenen Affen und der Menschheit weiter. In der Fortsetzung zu den 2011 und 2014 erschienenen „Planet der Affen: Prevolution“ und „Planet der Affen: Revolution“ dreht sich wieder alles um den Schimpansen Caesar, der die im Wald versteckt lebenden Primaten vom Konflikt mit den Menschen befreien und in ein weit entferntes Wüstengebiet führen will.

Als sein Sohn und seine Frau allerdings bei einem Angriff durch den Colonel ums Leben kommen, beginnt Caesar gegen diesen einen Rachefeldzug. Zugegeben, am Anfang wirkte dieser Science-Fiction-Film ein wenig gestreckt. So gab es unnötige, brutale Schlachten zwischen den Menschen und den Affen und eine wenig relevante Nebenrolle wurde eingeführt. Dennoch wurde der Charakter von Caesar interessant erweitert und der Grundstein für die besser gelungene zweite Hälfte des Films wurde gelegt.

In dieser gab es eine Szene mit dem Colonel und Caesar, die vor allem dem Colonel als Gegenspieler mehr Tiefe und eine Motivation für sein Tun gab, jedoch auch die Welt, in der der Film spielt, interessanter machte. Leider kamen die Auswirkungen dieser Welt nur am Rande zur Geltung. Auch, wenn der Film mit recht wenigen Figuren auskommt, sollte man trotzdem auf Andy Serkis, der dem Affen Caesar per Motion-Capture-Verfahren Leben einhauchte, und Woody Harrelson aufmerksam machen, die beide ihre Rolle sehr gut spielen. Ansonsten stach niemand durch eine besonders gute oder schlechte Leistung hervor. Die musikalische Gestaltung des Films fällt auch solide aus, die Musik wirkt also nie wirklich falsch eingesetzt. Obwohl sie oftmals recht normal wirkt, hat die Kameraführung einige gute Momente, in denen das Geschehen aus tollen Perspektiven eingefangen wurde. Im Zusammenhang mit den im Motion-Capture-Verfahren verwirklichten Affen lässt sich sagen, dass diese realistischer denn je wirken und sich der Film also auch technisch auf absolutem Topniveau bewegt. Der Film beinhaltet außerdem einige humorvolle Szenen, die zwar zum Schmunzeln bewegen, aber in einem sonst recht ernsten Film irgendwie stören. Insgesamt hat mich „Planet der Affen: Survival“ nach der ersten Hälfte sehr gut unterhalten, besonders aufgrund des charakterlich überraschend tiefen Antagonisten, der Charakterentwicklung Caesars und der interessant angedeuteten Welt. Einen Stern Abzug gibt es aufgrund der schwächeren ersten Hälfte. Dennoch absolut sehenswert.

Kinoscoutkritik von Marius Kaletta

Regie:

Matt Reeves

Darsteller:

Andy Serkis, Woody Harrelson, Amiah Miller

Bundesstart:

3.August 2017

FSK:

12 Jahre

Kino-Scout-Bewertung:

vier von fünf Sterne

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