Klare Linie erwartet: MdL Markus Hofmann zur GRÜNEN Kanzlerkandidatur

Markus Hofmann, Abgeordneter der GRÜNEN im Hessischen Landtag.
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Markus Hofmann, Abgeordneter der GRÜNEN im Hessischen Landtag.

„Fulda aktuell“ hat auch den Fuldaer GRÜNEN-Landtagsabgeordneten Markus Hofmann zu seiner Meinung der Kanzlerkandidatur von Annalena Baerbock befragt.

FULDA AKTUELL: Wie zufrieden sind Sie mit der Kanzlerkandidatin Ihrer Partei?

MARKUS HOFMANN: Ich bin sehr zufrieden mit unserer Kandidatin. Ich habe Annalena Baerbock bei ihrer Wahl zur Bundesvorsitzenden Anfang 2018 kennengelernt. Sie hat mich mit ihrer klugen, menschlichen und sachlichen Art beeindruckt. Sie vereint Fachwissen und Empathie.

FA: Was erwarten Sie von Ihrer Kanzlerkandidatin?

HOFMANN: Ich erwarte zum einen klare Linie in der Corona-Krise. Denn noch wissen wir nicht, ob und vor allem wie sich die Pandemie im September entwickelt hat. Darüber hinaus brauchen wir wirksame Rezepte, um die Gesellschaft in sich wieder zu stärken, sozial und solidarisch. Annalena muss die Transformation der Wirtschaft, der Mobilität, der Energieversorgung und vieles mehr voranbringen. Wir haben eine Klimakrise, die uns alle bedroht. Die neue Kanzlerin wird diese großen Aufgaben nicht allein bewältigen, dazu hat sie ein starkes Team, zudem sicher auch Robert Habeck gehört.

FA: Wie sehen Sie bei der derzeitigen politischen Lage die Chancen für eine GRÜNE Bundeskanzlerin?

HOFMANN: Aktuelle Umfragen sehen sehr gut für uns aus. Davon sollten wir uns nicht blenden lassen. Was zählt ist das Ergebnis im September. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Wir müssen durch unsere Ziele überzeugen.

FA: Die GRÜNEN sind seit langer Zeit für ihre Doppelspitzen bekannt. Welche Auswirkung hat die Festlegung auf eine Kandidatin?

HOFMANN: Eine Doppelspitze im Kanzleramt wäre sicher eine Innovation, ist aber parlamentarisch nicht vorgesehen. Das die Bekanntgabe der Kandidatur so einvernehmlich vollzogen wurde, ist guter politischer Stil. Während Menschen in Intensivstationen ums Überleben kämpfen, die Wirtschaft am Boden liegt und viele Menschen der Pandemiemaßnahmen müde werden, sollte man nicht um Posten streiten, sondern nach Lösungen suchen.

FA: Haben die GRÜNEN aus Ihrer Sicht nach der Wahl einen „Lieblings-Koalitionspartner“?

HOFMANN: Wir stehen vor großen Herausforderungen. Wir haben Lösungen für Klima, Soziales und Wirtschaft. Um diese Lösungen umzusetzen, brauchen wir eine Mehrheit, mit der man zuverlässig regieren kann. Diese Mehrheit ist meine Lieblingskoalition.

FA: Welches Ergebnis erhoffen Sie sich bei der Bundestagswahl?

HOFMANN: Mein Wunsch ist stärkste oder zweitstärkste Kraft im Land zu werden und starkgenug zu sein, um zu gestalten. Ich spüre großen Zuspruch und Zuversicht innerhalb der Bevölkerung und Rückenwind durch viele neuen Mitglieder. Wir alle wollen etwas bewegen.

FA: Wie wird der Wahlkampf in Coronazeiten stattfinden?

HOFMANN: Der Kommunalwahlkampf war schon sehr digital. Das war ok und auch nicht anders durchzuführen. Mit zunehmender Impfdichte werden hoffentlich wieder andere Formate möglich sein. Endlich wieder unter Leute gehen, diskutieren, Argumente austauschen, das fehlte mir bisher sehr. Mal sehen, was machbar ist.

FA: Wie ist Ihre Meinung zu dem offenen Kandidaten-Duell der Unionsparteien?

HOFMANN: Das Vorgehen war nicht zeitgemäß und der Sache nicht dienlich. Jetzt, wo die Kandidatinnen und Kandidaten feststehen, können wir endlich um Inhalte und Lösungen diskutieren. Denn darum geht es doch eigentlich.

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