Klartext: ADAC - Der gelbe Teufel?

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Ein paar Zahlen wurden geschönt. Na und? Darüber muss man sich doch nicht aufregen. Oder etwa doch?

Der ADAC - der gelbe Engel. Bei allen bekannt, bei vielen sehr beliebt. Vertraut haben ihm sicher die meisten. Ob Pannenhilfe, Versicherungen, Reisen, Magazine, Handyverträge oder Kreditkarten - in allen Lebensbereichen ist der ADAC über seine Tochtergesellschaften präsent. Niemand hat dem Club auf die Finger geschaut, denn die wenigsten haben es für nötig gehalten. Und jetzt das: Jemand hat die Zahl der Teilnehmer an einer Zeitschriften-Umfrage geschönt. Das Ergebnis selbst wurde dadurch nicht verfälscht. "Wen stört's", könnte man sagen.

Doch bei der Publikation handelt es sich um die größte Verbandszeitschrift der Welt und Deutschlands auflagenstärkstes Magazin: 14 Millionen Exemplare der ADAC-"Motorwelt" werden Monat für Monat gedruckt. Sie erreicht jeden dritten deutschen Haushalt. Eine Empfehlung des ADAC bedeutet für Automobilhersteller höhere Absätze, eine Kritik unter Umständen empfindliche Einbußen.

18 Millionen Mitglieder hat der ADAC. Das sichert dem Automobilclub enormen Einfluss. Doch der ADAC ist kein großer Konzern mit Aufsichts- und Betriebsrat. Er ist ein Verein. Naja gut. Das vielleicht nicht mehr lange. Denn das Registergericht beim Amtsgericht München überprüft jetzt den Vereinsstatus des ADAC. Nun wird zum Beispiel genau geschaut, ob die wirtschaftlichen Aktivitäten eines Vereins noch mit dem Vereinsrecht im Einklang stehen. Auf ein Ergebnis müssen wir aber wohl noch etwa einen Monat warten.

Trotz der Dinge, die falsch gelaufen sind, finde ich es nicht richtig, dass nun alle auf den ADAC "einschlagen". Denn, und ich denke, das muss man sich noch einmal vor Augen halten, es geht eigentlich nur um geschönte Zahlen einer Umfrage. Natürlich ist das Vertrauen der Club-Mitglieder nun in Gefahr, und einige werden vielleicht sogar aus dem Club austreten. Aber, spätestens, wenn mein Auto eine Panne hat, rufe ich den ADAC und bin froh, dass der mir hilft. Und so wird es sicher den meisten anderen Auto- oder Motorradfahrern auch gehen.Und so denke ich, sollten wir die Kirche ganz einfach im Dorf lassen, auch wenn das natürlich ein "Aufreger-Thema" ist. Aber es gibt bestimmt wichtigere Dinge, über die wir uns den Kopf zerbrechen können.

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