Klartext: Advent, Advent...

Redakteur Christopher Göbel schreibt über die kommenden Wochen, die stressig sind, aber besinnlich sein sollten.

Weihnachtslieder – mit der Adventszeit halten sie wieder Einzug in unser Leben. Ich habe mal den Versuch gemacht, mitten im Hochsommer „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“ auf dem Klavier zu spielen – und ich kann Ihnen sagen: Es war nicht das gleiche wie in der jetzigen Zeit – es passte einfach nicht.

Seit November schallen einem in Kaufhäusern die süß klingenden Glocken, der Engel helle Lieder und der leise rieselnde Schnee entgegen, in der TV-Werbung werden wir mit dem Truck einer Limo-Marke, den besten Geschenkideen für Unentschlossene und massenhaft Spielzeugwerbung zugedröhnt. So langsam lerne ich die Weihnachtslieder wieder zu lieben, im Auto läuft sogar eine selbst zusammengestellte CD mit Musik von Bachs Weihnachtsoratorium bis Helene Fischers „Stille Nacht“.

Hektik im Alltag

Aber die „Stille Zeit“ ist schon lange keine mehr. Hektik prägt den Advents-Alltag der meisten Deutschen. Oder zumindest meinen, denn ehe ich an Heiligabend ruhig beim Weihnachtsessen sitzen kann, habe ich immer noch ein ziemliches Mammutprogramm vor mir. Zwei Kindergeburtstage im Dezember und – aufgrund familiärer Umstände – mehrere Weihnachts- und Silvesterfeiern sind ebenfalls seit Jahren zu bewältigen.

Und auch, wenn ich im „Pro & Contra“ der vergangenen Ausgabe von „Fulda aktuell“ die Meinung vertreten habe, Schnee nicht zu mögen, muss ich mich nach dem Schneefall am letzten Wochenende ein klein wenig revidieren: Ein Spaziergang im Schnee mit leise rieselnden Flocken hat mich selbst ein wenig berührt und zur Ruhe gebracht, mich die Gedanken an Einkaufslisten noch nicht besorgter Weihnachtsgeschenke und Planungen bis zum Silvesterabend kurzzeitig vergessen lassen. So lange ich nicht Autofahren muss, ist Schnee also doch nicht ganz so schrecklich ;-) !

Gute Planung nimmt Druck heraus

Doch zurück zu den Planungen: Wir alle sollten jede ruhige Minute, die wir gegen Ende des Jahres haben, auch nutzen. Besinnlichkeit ist zwar ein Wort, das ich nicht gerne benutze, aber irgendwie hilft uns genau das, den oft stressigen Alltag zu bewältigen. Die Adventszeit ist genau richtig dafür – und meine bisherige Erfahrung sagt mir, dass eine gute Planung aller bevorstehenden Ereignisse ziemlich viel Druck aus allem nimmt. Die Arbeit bleibt trotzdem, aber auf mehrere Tage und mehrere Schultern verteilt – und da kann ich zum Glück auf die Hilfe meiner Familie bauen – ist alles nicht so dramatisch, wie es auf den ersten Blick schien.

Ich wünsche Ihnen also eine ruhige und besinnliche Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen „guten Rutsch“. Stress und Hektik haben wir das ganze Jahr über genug. Bei Adventskonzerten, Krippenspielen und Weihnachtsgottesdiensten können wir Kraft tanken, zur Ruhe kommen und uns auf die Festtage freuen.

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