Klartext: Alltagsmaske - ein Zeichen der Solidarität

Redakteur Christopher Göbel und seine Ansicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Alltag.

Maskenpflicht – ich bin immer noch ein Befürworter des Mund-Nasenschutzes im öffentlichen Raum. Allen Verschwörungstheoretikern und Coronaleugnern zum Trotz. Ich weiß, dass die „normale“ Maske nicht mich schützen soll, sondern andere. Und genau das ist es, was zählt. Das Tragen der Alltagsmaske ist ein Zeichen von Solidarität. Ich habe selbst von Heuschnupfen-Patienten gehört, dass sie trotz der Entpflichtung normalerweise eine Maske aufziehen – allein schon deswegen, um nicht von anderen schief angeschaut zu werden.

Innerhalb der vergangenen Monate sollte uns allen das Tragen der Maske eigentlich zur Selbstverständlichkeit geworden sein. Umso weniger verstehe ich es, dass immer noch Menschen ohne Mund-Nasenschutz in Geschäfte oder Tankstellen laufen. In meiner Familie ist es zur Gewohnheit geworden, beim Verlassen des Hauses an Schlüssel, Portemonnaie und Maske zu denken. Notfalls habe ich auch welche im Auto gebunkert, falls ich doch einmal nicht daran denken sollte.

Laut einer aktuellen Umfrage sind es lediglich zwölf Prozent der Deutschen, die sich gegen die Maskenpflicht wehren. Diese machen aber in sozialen Netzwerken oder auf der Straße soviel Wirbel, als wäre es die Mehrheit. Es gibt viele Berufe, in denen ist die Maskenpflicht täglicher Standard. Medizinisches oder Pflege-Personal beispielsweise beschwert sich nicht darüber, jeden Tag stundenlang Masken tragen zu müssen. Diejenigen, die sich beschweren, sind oft Menschen, die einmal am Tag für maximal 30 Minuten eine Maske beim Einkaufen aufziehen müssen. Übrigens: Die Maske nur über dem Mund und nicht über der Nase zu tragen, ist in etwa so sinnvoll wie ein Kondom mit Loch...  ;-)

Ich denke, die Entscheidung für die Maskenpflicht und auch für deren Aufrechterhaltung ist richtig und wichtig. Deutschland ist eines der Länder, das – soweit ich das aufgrund der aktuellen Lage beurteilen kann – die Corona-Pandemie bisher am besten gemeistert hat. Das hat seine Gründe. Und die Maskenpflicht dürfte einer dieser Gründe sein. Durch Corona haben viele von uns mehr Zeit – sei es durch Kurzarbeit oder andere krisenbedingte Ausfälle. Ich setze mich immer wieder daran, mit Nadel, Faden und Stoff selbst Masken für meine Familie zu nähen. Das ist zwar aufwändig, macht aber irgendwie auch Spaß.

Natürlich werden wir Steuerzahler auch nach dem von der EU beschlossenen Milliarden-Hilfspaket noch lange mit den Folgen der Pandemie leben müssen. Wichtig ist aber, dass etwas getan wird und dass EU, Staat und Länder helfen. Und wir können unseren Teil dazu beitragen, wenn wir die Alltagsmaske aufziehen und uns an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln halten. Sollte eine zweite Welle über unser Land rollen und uns erneut in einen Lockdown stürzen, bringt das keinem von uns einen Vorteil.

Wir haben es selbst in der Hand, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und damit irgendwann wieder zur Normalität zurückkehren zu können. Lasst uns diese Chance nutzen!

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